Zukunft Bahn - Wien Hauptbahnhof

29. Sicherungstechnische Fachtagung – Zwischen Herausforderungen und Erkenntnissen

Unsere Teilnahme an der diesjährigen, mittlerweile bereits schon 29. Sicherungstechnischen Fachtagung, ausgerichtet durch die TU Dresden, begann mit einer unerwarteten Herausforderung: der Anreise trotz Hochwasser. Die unvorhergesehenen Wetterbedingungen führten zu erheblichen Einschränkungen im Bahnverkehr – die Fahrt über Prag nach Dresden war davon aber wider Erwarten nicht betroffen. Diese Erfahrung zeigte uns direkt zu Beginn, wie bedeutend die Themen der Veranstaltung für die Praxis sind – nämlich die Notwendigkeit einer widerstandsfähigen Bahninfrastruktur und eines effizienten Betriebs, auch bei extremen Bedingungen.

Carolabrücke in Dresden © Martin K. Müller

Trotzdem der Fokus der meisten der Vorträge auf den Eigenheiten der Projektabwicklung und den betrieblichen Aspekten und weiteren Herausforderungen im Kontext der Deutschen Bahn lag, überschneiden sich die Kernthemen durchaus mit denen, die aus teamProjekten im Bahnsektor bekannt sind. Diese lassen sich in drei Themenkomplexe zusammenfassen:

Probleme mit der Genauigkeit und Verlässlichkeit von Bestandsdaten

Eines der zentralen Themen der Fachtagung war die Problematik der mangelhaften Bestandsdaten. Viele Sicherungssysteme sind auf exakte und aktuelle Daten angewiesen, um präzise arbeiten zu können. Doch die Realität zeigt oft, dass Bestandsdaten nicht immer verlässlich oder vollständig sind. Insbesondere Verbesserungen im Vermessungsprozess und die digitale Aufbereitung und Weiterverarbeitung der erhobenen Daten kann zur Verbesserung der Datengenauigkeit führen und andererseits gleichzeitig den Arbeitsablauf vereinfach bzw. effizienter gestalten können.

Komplexität des Regelwerks – Ein Hemmnis für Fortschritt

Ein weiterer wiederkehrender Aspekt waren die Herausforderungen durch die immer komplexer werdenden Regelwerke. Es wurde kritisch angemerkt, dass viele der aktuellen Regeln nicht algorithmisch abbildbar sind, was den Einsatz moderner, automatisierter Lösungen erschwert. Diese fehlende Standardisierung macht es schwierig, effiziente Abläufe zu gestalten und sorgt für zusätzliche bürokratische Hürden. Dies deckt sich mit unseren Erfahrungen in Projekten, da auch hier Einschränkungen und Komplexitäten des bestehenden Regelwerks ein häufig diskutierter Punkt sind. Der Appell der Vortragenden, das Regelwerk zu vereinfachen und moderne Technologien zu nutzen, um die Praxis effizienter zu gestalten, hat daher auch für unsere zukünftige Arbeit hohe Relevanz.

Aufwendige Gutachten und Freigabeprozesse als Stolpersteine

Ein weiteres Thema waren die aufwändigen Gutachten und Freigabeprozesse, die den Weg von der Planung zur Umsetzung von Sicherungstechnik erheblich verlängern. Obwohl diese Prozesse unabdingbar für die Sicherheit sind, führen sie zu Verzögerungen, die sowohl einen erhöhten Aufwand für die Betreiber, Gutachter und Behörden darstellt und andererseits die Inbetriebnahme neuer Strecken mit einem höherwertigen Zugsicherungssystem unnötig verzögert. Die Veranstaltung bot einige interessante Ansätze zur Optimierung dieser Prozesse, etwa durch den Einsatz digitaler Tools, die Prüfungen und Gutachten beschleunigen können. Durch die Vermeidung redundanter Prüfungen und einer durchgängigen Kette digital verarbeiteter Daten als Prüfungsgrundlage kann in diesem Bereich eine drastische Effizienzsteigerung erreicht werden.

Hauptbahhnhof Wien

Fazit

Die diesjährige Sicherungstechnische Fachtagung hat uns wichtige Einblicke in die aktuellen Herausforderungen und möglichen Lösungen im Bereich der Sicherungstechnik gegeben. Für uns als die team, waren insbesondere die spezifischen Herausforderungen bei der DB ein wertvoller Input.

Trotz der widrigen Umstände bei der Anreise war es eine lohnenswerte Veranstaltung voller wertvoller Erkenntnisse und interessanter Gespräche. Der fachliche Austausch mit Experten, Bahnbetreiber, Forschungseinrichtungen und Dienstleister im Bahnsektor und die gewonnenen Impulse werden sicher Einfluss auf unsere zukünftige Arbeit nehmen. Wir freuen uns darauf, diese Ideen in die Praxis umzusetzen und unsere Kunden in der Rail-Branche bestmöglich bei der Bewältigung ihrer Herausforderungen zu unterstützen.

team@Firmenmesse FH St. Pölten

Am 28. April 2023 fand erneut die „Firmenmesse der Bahnbranche“ an der FH St. Pölten mit einer Rekordbeteiligung von 40 Ausstellern statt. Wir als die team waren natürlich auch wieder mit dabei! An unserem Info-Stand erklärten Salomé Christiani und Martin Müller interessierten Student:innen was teamConsultants in den Projekten der Branche RAIL erfolgreich tun.

Mit rd. 130 Bachelor- und Masterststudenten des Departments Bahntechnologie & Mobilität (und weiteren Interessierten aus anderen Studiengängen) boten sich interessante Gelegenheiten zum Kennenlernen und Austauschen. Wir freuen uns sehr, dass das vielseitige Betätigungs- und Aufgabenfeld der team bei den Studenten:innen auf besonderes Interesse gestoßen ist und fleißig Kontakte geknüpft wurden. Die von der team angebotenen Praktika sowie Bachelor- und Masterarbeitsthemen im Bereich Bahntechnologie fanden ebenso viel Anklang.

Auch unser Gewinnspiel erfreute sich einer regen Teilnahme – nicht nur von Student:innen ;-). Gewinnen konnten jedoch nur eben diese, und so durften sich ein Student aus Österreich und ein Student aus Deutschland über den Gewinn der smarten team Rolltop-Laptoprucksäcke freuen.

Zusammen mit den spannenden Fachvorträgen war die Firmenmesse der Bahnbranche auch in diesem Jahr ein voller Erfolg und eine effektive Plattform zum Verknüpfen von Studenten und Unternehmen.

Du möchtest deine Karriere auf Schiene bringen und mehr über ein Praktikum bei team erfahren?
➡️ Schau dir an, was unsere PraktikantInnen und MitarbeiterInnen dazu zu erzählen haben!
➡️ Gerne kannst du auch deine Initiativbewerbung an hr@te-am.net übermitteln

Wir freuen uns, dich persönlich kennenzulernen!

Hier der Nachbericht der Fachhoschule St. Pölten zum Nachlesen.

Fotorechte © Tobias_Jungmeier

Firmenmesse der Bahnbranche 2022

Am 22. April 2022 fand die „Firmenmesse der Bahnbranche 2021“ – dieses Jahr wieder mit physischer Anwesenheit – an der FH St. Pölten statt. Wir als die team, waren an unserem Info-Stand durch Thomas Turek (Bereichsleiter Bahntechnik, Branche RAIL) sowie Martin Müller (Senior Consultant) vertreten.

Mit ca. 150 Bachelor- und Masterststudenten des Departments Bahntechnologie und Mobilität (und weiteren Interessierten aus anderen Studiengängen) und knapp 30 Unternehmen boten sich interessante Gelegenheiten zum Kennenlernen und Austauschen. Wir freuen uns sehr, dass das vielseitige Betätigungs- und Aufgabenfeld der team bei den Studenten:innen auf besonderes Interesse gestoßen ist und fleißig Kontakte geknüpft wurden. Die von der team angebotenen Praktika sowie Bachelor- und Masterarbeitsthemen im Bereich Bahntechnologie fanden ebenso viel Anklang.

Bahnmesse2022_MartinThomas
Thomas Turek & Martin Müller
Gespraeche_Bahnmesse2022
Gespräche am team Info-Stand

Zusammen mit den spannenden Fachvorträgen war die Firmenmesse der Bahnbranche 2022 ein voller Erfolg und eine effektive Plattform zum Verknüpfen von Studenten:innen und Unternehmen.

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Wir freuen uns, dich persönlich kennenzulernen!

Fotorechte © Altphart Fotografie

Mobile World Congress 2022

Nach zwei Jahren Zwangspause wurde dieses Jahr wieder der Mobile World Congress in Barcelona abgehalten. Trotz einer etwas kleineren Ausführung als noch 2019 ist der Mobile World Congress weiterhin eine der größten Mobilfunkmessen weltweit – und die team war mit dabei.

An insgesamt vier Tagen, vom 28. Februar bis zum 03. März, besuchten insgesamt über 60.000 Besucher das Messegelände und konnten die neusten Produkte und Ideen von knapp 2.000 Ausstellern bestaunen. Neben den Industrie-Schwergewichten wie AWS, Samsung, Nokia, Huawei oder Qualcomm war auch ein großer StartUp Bereich zu finden. Zu den wohl beeindruckendsten Ausstellungsstücken zählte eine VR-Achterbahn, ein F1 Racer Simulator und autonome „Robot-Dogs“ und Autos.

Mobile World Congress 2022

Neben den Ausstellungsständen und insgesamt 46 Länder-Pavillons war darüber hinaus ein facettenreiches Angebot an visionären Fachvorträgen zusammengestellt, das zusammengenommen insgesamt gut 350 Stunden Vortragszeit fasste. Vorteilhaft war hier insbesondere, dass viele Vorträge in hybrider Form abgehalten wurden, und somit auch im Nachgang per Streaming verfügbar waren, was die Qual der Wahl bei parallel stattfindenden Vorträgen erleichterte.

Die Vorträge waren in insgesamt sechs breit gefächerte Themenfelder gruppiert:

  • 5G Connectivity
  • AI Advance
  • CloudNet
  • FinTech
  • Internet of Everything
  • Tech Horizon

Selbstverständlich waren hier aus Sicht der team einige Vorträge dabei, die für die relevanten Branchen wertvolle Einblicke in die neuesten Entwicklungen und Trends boten. Hierbei insbesondere herauszuheben sind ein Vortrag zur zukünftigen Spektrum-Nutzung für 5G (und darüber hinaus), ein Ausblick auf 6G und die potenziellen Anwendungen und Herausforderungen und eine Diskussionsrunde zu Digital Twins als Spiegelbild der realen Welt und dem sich daraus ergebenden Optimierungspotenzial.

Mobile World Congress 2022

Nach vier intensiven Messentagen gefüllt von Vorträgen und Staunen über „cutting edge“ Innovationen bleibt dann nur noch die Frage welche Trends sich durchsetzen werden, und welche Ausstellungsstücke sich bald in unser aller Alltag finden werden.

„Europäischer Tag des Notrufs 112“ am 11.2.

Innerhalb der EU wird die Nutzung kommerzieller 5G-Netze für Public Protection and Disaster Relief (PPDR) bereits untersucht. Worin könnten hier Synergien und Anwendungsfälle bei Notfall- und Katastrophenszenarien entstehen? Passend zum „Europäischen Tag des Notrufs“ am 11.2. widmet sich unser Blog diesem Thema.  

Leistungsfähige Netze erlauben neuartige Anwendungen Zukünftige 5G-Netze versprechen eine durchgängig verbesserte Versorgung für private Endkunden. Diese profitieren von einer erhöhten Übertragungsgeschwindigkeit, Latenz und Zuverlässigkeit. Auch die Kommunikation von Behörden kann im Notfall und bei Katastrophen durch 5G grundlegend verbessert werden. Ursache hierfür sind neuartige Konzepte in der Netzarchitektur, die eine anwendungsorientierte Netz-Sicht ermöglichen. Dadurch können 5G-Netze wesentliche Vorteile in diesen Einsatzszenarien bieten.

Erhöhte Flexibilität durch dynamische Netzstruktur Das Konzept des Network Slicings erlaubt es Netzbetreibern, die verfügbare Datenrate und Latenz für bestimmte Nutzergruppen in einem geographisch definierten Bereich dynamisch anzupassen. Im Bedarfsfall wird zuverlässig eine Kommunikationsverbindung für Einsatzkräfte bereitgestellt, die den hohen Anforderungen genügt. Um Network Slicing zu realisieren, kommen hauptsächlich die Konzepte des Software-Defined Networking (SDN) und der Network Function Virtualization (NFV) zum Einsatz. Bei SDN handelt es sich um die Trennung und Abstraktion von Control Plane und Data Plane. Sie ermöglicht es, großflächig Virtualisierung einzusetzen. Diese wiederum ist für den Einsatz eines NFV unerlässlich, wodurch eine flexible Bereitstellung von Diensten über eine allgemein verfügbare Infrastruktur ermöglicht wird. Dadurch ergeben sich Chancen für potenzielle Notfall- und Katastrophenszenarien.

Anwendungen im medizinischen Notfallbereich In einem medizinischen Notfall kann sich das medizinische Personal vor Ort per Remote-Beratung durch Ton-, Daten- und Videoübertragung (unter anderem der Vitalwerte des Patienten) von einem Notarzt bzw. Spezialisten unterstützen lassen. Lokal vorhandene Expertise wird somit flächendeckend verfügbar und der Einsatz speziell geschulter Notärzte effizienter. Die Übertragung der entsprechenden Diagnose im Remote-Modus erleichtert aber auch die notfallmedizinische Versorgung im Krankenhaus. So können alle erforderlichen Vorbereitungen bereits vor Eintreffen des Krankenwagens im Zielspital kommuniziert und zeitliche Ressourcen bestmöglich genutzt werden. Die Kombination aus vergrößerter Datenrate, verringerter Latenzzeit und flexibler Netz-Architektur erlaubt durch 5G den zuverlässigen Einsatz fortschrittlicher Anwendungsfälle für die kritische Kommunikation über das öffentliche Mobilfunknetz.

Anwendungen im Katastrophenfall Der Schritt zur Virtualisierung des Netzes in 5G ermöglicht im Katastrophenfall – unter anderem durch Multi-access Edge Computing (MEC) – das schnelle Errichten eines lokalen Kommunikationsnetzes, auch wenn die Verbindung zum Core-Netz gestört ist. Dies ist insbesondere für ein koordiniertes Vorgehen anrückender Einsatzkräfte hilfreich. Des Weiteren können hier auch Drohnen – sogenannte Unmanned Arial Vehicles (UAVs) – zum Einsatz kommen, die je nach Bedarf einen lokalen Hotspot zur Verfügung stellen können und zusätzliche Informationen über die Lage vor Ort zur Verfügung stellen. Durch die flexible, dreidimensionale Positionierung kann die Übertragung fast durchgängig über eine aus Signalausbreitungssicht vorteilhafte Sichtverbindung für die Kommunikation zwischen Einsatzkräften, UAV und der Basisstation verwendet werden. Neben den ausgeführten Beispielen werden mit der fortschreitenden Entwicklung von IoT und drahtlosen Netzen weitere Anwendungen möglich. So kann die die Effizienz von Personal und Einsatzkräften in Notruf- und Katastrophenfällen weiter gesteigert werden.

Als team verbinden wir technische Expertise und planerische Erfahrung, um unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen zu bieten. Prioritär sind die Planung und der Betrieb eines verlässlichen, drahtlosen Funknetzes, das auch im Umfeld des Behördenfunks optimal eingesetzt werden kann.

* Der „Europäische Tag des Notrufs 112“ wurde in der EU flächendeckend eingeführt, um auf die internationale Notrufnummer 112 hinzuweisen. Diese einheitliche Nummer ist in allen EU Mitgliedsstaaten gültig und ermöglicht eine rasche Alarmierung von Einsatzkräften bei Notfällen und Katastrophen.