Der dritte und letzte Teil unserer PM-Event-Reihe ist dem pmoday 2025, veranstaltet von milestone p.o.e. ag, gewidmet und es drehte sich alles um DAS Thema Künstliche Intelligenz (KI).
Unser neues Teammitglied: Künstliche Intelligenz
Provokant? Vielleicht. Ehrlich? Wahrscheinlich.
Diese Aussage war eine der prägnantesten am pmoday 2025 – und sie bringt das Thema auf den Punkt: KI ist gekommen, um zu bleiben.
Unter dem Motto „Menschen stärken – KI beherrschen!“ stellte die milestone p.o.e. ag Künstliche Intelligenz (KI) in den Mittelpunkt. Interessante Speaker lieferten spannende Impulse:

Keynotes mit Tiefgang
Martin Moder eröffnete humorvoll mit der Keynote „Die schlechteste KI, die du je benutzen wirst“ und stellte kritische Fragen zu KI-Antworten. Besonders warnte er vor dem Phänomen der Sycophancy – KI liefert Antworten, die wir gerne hören wollen, um uns „zu gefallen“.
Eine seiner prägnantesten Aussagen: „Mich hat noch nie jemand so überzeugend angelogen wie eine KI.“ Sein Appell: Hinterfrage jede KI-Antwort!
Gleichzeitig sieht Moder die Stärke von KI in der Kreativität – etwa beim Brainstorming oder beim Generieren neuer Ideen. Doch er zeigte auch die Grenzen auf: Bei einfachen Aufgaben kann KI scheitern. Beispiel: „An welcher Position steht das erste ‚e‘ im Wort Heidelbeere?“ – eine Aufgabe, die für Menschen trivial ist, bringt manche KI ins Stolpern.
Und zum Thema „KI als Mitarbeiter“ betonte er: Es braucht weiterhin Menschen, die Verantwortung tragen und Ergebnisse absegnen.

Mag. Simone Tober beleuchtete die rechtlichen Grundlagen für den Einsatz von KI – praxisnah und verständlich, trotz der ‚trockenen‘ Materie. Ihre Empfehlungen:
- KI-Richtlinie im Unternehmen etablieren – und dabei unbedingt den Betriebsrat einbinden.
- Transparenzpflicht nach AI-Act: Kunden müssen klar erkennen können, wann sie mit einer KI interagieren.
- Haftung und Datenschutz: Die bekannte Rollenverteilung „Verantwortlicher“ und „Auftragsverarbeiter“ gilt auch hier. Wenn die KI als Auftragsverarbeiter fungiert, sind Punkte wie Serverstandort und Datensicherheit entscheidend.
- Wettbewerbsvorteil nutzen: Unternehmen sollten die Chancen von KI aktiv ergreifen – aber rechtlich sauber.
Ihr Hinweis: „Vergessen Sie nicht: Ihre Mitarbeiter sind bereits in der KI. Sorgen Sie für klare Regeln und Sicherheit im Einsatz.“

Philipp Dinsing präsentierte KI als Game-Changer im Projektmanagement. Er sieht großes Potenzial darin, dass Teams mit KI generell eine höhere Qualität liefern und schneller arbeiten – was direkt die Kundenzufriedenheit steigert.
Zu den positiven Effekten zählen seiner Meinung nach:
- Verbesserte Prognosen
- Automatisierung von Routinetätigkeiten
- Entwicklung innovativer Lösungen
- Effiziente Ressourcenzuweisungen
- Intelligente Projekt-Priorisierungen
Doch Philipp Dinsing thematisierte auch die Herausforderungen:
- Datenverfügbarkeit muss sichergestellt sein.
- Regulatorik und Compliance müssen geklärt werden.
- Cybersecurity und Datenschutz sind zentrale Themen.
Seine Botschaft: Mit geeigneten Maßnahmen lassen sich diese Hürden überwinden – und die Chancen überwiegen deutlich.
Praxis-Workshops
Am Nachmittag ging es in die Anwendung:
- Deep Dive, Deep Research (milestone p.o.e. ag): Wie KI das PMO neu denkt – von automatisierten Statusberichten bis zu intelligentem Forecasting.
- Digital. Nachhaltig. Zukunftsfit (Energie AG): wie KI hilft, Prozesse effizienter und ressourcenschonender zu gestalten.


Podiumsdiskussion
Den Abschluss bildete eine lebhafte Diskussion: Brauchen wir mehr Regulierung oder mehr Mut? Einigkeit herrschte in einem Punkt: KI ist lediglich ein Werkzeug, aber keinesfalls Ersatz für menschliche Verantwortung.
Mein Fazit
Der pmoday 2025 war die perfekte Gelegenheit, in das Thema KI einzutauchen. Ein Rundumblick, der zeigt: KI kann ein wertvolles ‚Teammitglied‘ sein – unter menschlicher, professioneller und kritischer Steuerung.
Praktischer Bonus: Zertifizierte Projektmanager konnten sich anrechenbare PM-Bildungstage sichern.