Verkehrsmanagement und Informationssystem (VMIS) 2.0

team wurde vom Betreiber der österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen ASFiNAG im Jahr 2016 mit der Planung und Umsetzungsbegleitung des neuen Verkehrsmanagement- und -informationssystems 2.0 (VMIS 2.0) beauftragt.

Das bestehende VMIS 1.0, welches die Überwachung und Steuerung von Verkehrsbeeinflussungsanlagen am hochrangigen Straßennetz im Fokus hatte, sollte nach über 10 Jahren Betrieb abgelöst werden. Die team konnte im Zuge der Planung und Vergabe von VMIS 2.0 ihre langjährige Erfahrung und Expertise im Verkehrsmanagement einbringen.

Einheitliche Bedieneroberfläche

Im Zuge der Planungsphase wurde der Projektumfang deutlich erhöht – auf Basis einer Studie von Joanneum Research entschied die ASFiNAG auch die bestehenden, heterogenen Bedienoberflächen für die Tunnelanlagen im Zuge von VMIS 2.0 österreichweit zu erneuern. Ziel war eine Konsolidierung und Harmonisierung der gesamten Systemlandschaft, um sowohl eine einheitliche Verkehrssteuerung als auch Anlagenüberwachung zu gewährleisten. Das für über 160 Tunnelanlagen, über einer Million Betriebsmittel, neun Verkehrsmanagementzentralen und über hundert OperatorInnen.

Neues Steuerungsmodell nach MARZ 2018

Ein weiterer Eckpfeiler von VMIS 2.0 war die erstmalige Umsetzung des „Merkblatts zur Ausstattung von Verkehrsrechnerzentralen und Unterzentralen“ (MARZ 2018) der deutschen Bundesanstalt für Straßenwesen. Im MARZ 2018 wurde Verkehrsmanagement am hochrangigen Straßennetz „neu gedacht“, um es für die Herausforderungen der Zukunft zu öffnen – mit dem in VMIS 2.0 umgesetzten Verkehrssteuerungsmodell steht einer Integration kooperativer Systeme, mobiler Sensorik und Aktorik, und vieler weiterer Anlagen und Systeme nichts mehr im Wege.

In der Rolle der Umsetzungsbegleitung übernahm die team seit 2018 die Steuerung und Qualitätssicherung des Lieferanten, als Vorgehensmodell kam V-Modell® XT mit iterativ-inkrementeller Softwareentwicklung zum Einsatz. Nach dreijähriger Entwicklung wurde VMIS 2.0 2021 erstmalig und erfolgreich in der nationalen Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) in Wien in Betrieb genommen. Seither überwachen und steuern die OperatorInnen der VMZ Wien alle Verkehrsbeeinflussungs- und Tunnelanlagen in der Region mittels VMIS 2.0.

Weitere Schritte

Der Rollout-Plan bleibt sportlich. 2022 werden weitere drei Verkehrsmanagementzentralen in Betrieb genommen, darunter St. Michael im Lungau, Klagenfurt und St. Jakob in Tirol. 2025 geht die letzte Verkehrsmanagementzentrale ans Netz – bis dahin wird sich auch das Zentralsystem VMIS 2.0 weiterentwickeln um verkehrstechnisch am Puls der Zeit zu bleiben.