Mehr als 10.000 Balisen verbaut

Die ÖBB-Infrastruktur AG rüstet im Rahmen ihres Programms ETCS-Migration alle stark befahrenen Strecken in ihrem Netz mit dem einheitlichen europäischen Zugsicherungssystem ETCS-Level 2 aus. ETCS vereinfacht den interoperablen, grenzübergreifenden Verkehr und erhöht die Sicherheit und Leistungsfähigkeit der Strecken. Die team unterstützt die ÖBB bei Errichtungs- und Umbauprojekten auf Bestandsstrecken.

Die technologische Kernkomponente der Innenanlage des ETCS-Systems ist das RBC (Radio Block Center, siehe auch Ein reibungsloser Übergang, der Geschichte schreibt). Die Außenanlage besteht (neben dem GSM-R-Netzwerk) im Wesentlichen aus vielen im Gleis verlegten Transponder-Elementen, den Balisen.

Balise indoor

Balise indoor

Schienenfahrzeuge benötigen geeignete Antennen, um die Information einer Balise aufnehmen zu können. Die im ETCS-Level 2 zum Einsatz kommenden Eurobalisen sind passiv, sie benötigen keine Stromversorgung und haben einen statisch programmierten Dateninhalt. Die zur Datenübermittlung notwendige Energie kommt ebenso aus der Antenne des passierenden Schienenfahrzeugs.

Balisen in den Schienen

Balisen im Gleis

Die Montage der Balisen erfolgt auf genau definierten Positionen auf den Schwellen. Diese Positionen müssen mit der im RBC hinterlegten Projektierung übereinstimmen. Die Balisen werden mit einem Anprallschutz montiert, der sowohl den vorgeschriebenen Stolperschutz im Bahnhofsbereich als auch den mechanischen Anprallschutz erfüllt Im Zuge der verschiedenen Projekte auf der Südbahn, Westbahn und Pottendorfer Linie sowie im Netz der Wiener Schnellbahn wurde im Jahr 2025 die Anzahl von gesamt 10.000 dieser verbauten Elemente überschritten.