Critical Infrastructure Award (CIA)
Zukunft gestalten.
Forschungspreis der
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) vergab 2023 erstmals den Critical Infrastructure Award für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten mit Bezug zu sicherheitskritischen Infrastrukturen (z.B. Verkehrsträger, Energienetze, Telekommunikationsnetze) in den Bereichen (Wirtschafts-)Informatik, Nachrichtentechnik, Elektrotechnik und Automatisierungstechnik, oder ähnliches. Die Erfahrungen aus dem Vorjahr sind im entsprechenden Blogbeitrag festgehalten.
Die positive Resonanz aus 2023 hat uns dazu bewegt, in Kooperation mit der Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) den Critical Infrastructure Award für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten mit Bezug zu sicherheitskritischen Infrastrukturen auch zukünftig zu vergeben.
Nachhaltigkeit spielt für uns bei der team eine große Rolle. Daher haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir als Unternehmen auch etwas „zurückgeben“ und einen nachhaltigen Beitrag zu unserer gesellschaftlichen Weiterentwicklung liefern können. Daher haben wir uns gegen ein Jubiläums-Kunden-Event entschieden und stattdessen beschlossen einen Forschungspreis – den Critical Infrastructure Award (CIA), ins Leben zu rufen.
Der Preis verfolgt den Zweck, herausragende Leistungen junger Wissenschaftler:innen im Rahmen ihres PhD-/Doktoratsstudiums zu fördern und dient daher insbesondere zur Fertigstellung einer Dissertation. Der Preis wird von uns gestiftet und ist mit € 10.000,- dotiert.
Mit dem Begriff „kritische Infrastruktur“ werden Organisationen und Einrichtungen zusammengefasst, die für das Funktionieren von Staat, Gesellschaft und Wirtschaft wesentlich sind. Dazu gehört etwa die Versorgung mit Energie, Wasser Verkehr, Telekommunikation, Finanzen sowie medizinische Betreuung (siehe auch kritische-infrastrukturen-kritis-eine-uebersicht).
Die Ausschreibung für den CIA 2026 ist jetzt online! Bewerbungsschluss ist der 15. Juni 2026 – alle Infos zur Einreichung und den Kriterien finden sich auf der Website der ÖAW.
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Mehr InformationenRückblick – Critical Infrastructure Award 2024
Alle Dissertant:innen waren eingeladen sich bis 20. September 2024 für den Critical Infrastructure Award zu bewerben und dem Aufruf folgten 16 Bewerber:innen in diesem Jahr, wovon es 5 Einreichungen auf die Shortlist für die Vergabesitzung schafften.
Aufgrund der herausragenden Qualität der Einreichungen und der unterschiedlichen zeitlichen Perspektiven der praktischen Umsetzbarkeit der Forschungsprojekte wurde dem Vorschlag der Jury gefolgt, die beiden bestbewerteten Arbeiten auszuzeichnen und den Critical Infrastructure Award ausnahmsweise zweimal zu vergeben.
➡️ Alle Details zum CIA, dem Vergabekomitee, und zur Einreichung sind auf der Webseite der ÖAW zu finden.
Wie können wir kritische Infrastrukturen effizienter und sicherer machen?
Gleich zwei Preisträger:innen wurden am 5. März 2025 mit dem Critical Infrastructure Award ausgezeichnet. Sie liefern mit ihren Forschungsprojekten mögliche Antworten: Aikata Aikata erforscht neue Verschlüsselungsmethoden, die selbst Quantencomputern standhalten, während Sabtain Ahmad eine intelligente, energiesparende Technologie für Umweltüberwachung entwickelt.
Dr. Norbert Baumgartner, Geschäftsführer der team Technology Management GmbH, betont die Wichtigkeit der Auszeichnung: „Die Forschung im Bereich kritischer Infrastrukturen ist essenziell für unsere Gesellschaft. Die aktuelle geopolitische Lage zeigt uns, wie wichtig Investitionen in die Sicherheit und Verfügbarkeit der technischen Basis unserer Infrastrukturen sind. Ob wir uns auf Bedrohungsszenarien in Zeiten von leistungsfähigen Quantenrechnern vorbereiten oder die Robustheit unserer Infrastrukturen durch verteilte Intelligenz sicherstellen – die prämierten Forschungsbeiträge sind beide wegweisend in ihren Bereichen und wir freuen uns, die Preisträger:innen dabei zu unterstützen.“
Die Preisträger:innen 2024
Der Critical Infrastructure Award der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) würdigt heuer gleich zwei herausragende junge Forscher:innen für ihre innovativen Beiträge zur Sicherheit und Effizienz kritischer Infrastrukturen. Die Forschungsarbeiten der Preisträger:innen Aikata Aikata von der Technischen Universität Graz und Sabtain Ahmad von der Technischen Universität Wien zeigen, wie modernste Technologien die Weichen für eine resilientere Zukunft stellen.
Fortschritte in der Post-Quantum-Kryptographie
Aikata Aikata wird für ihr Dissertationsprojekt „Lattice-based cryptography with focus on Homomorphic Encryption and Post-quantum Encryption“ geehrt.
In einer Welt, in der Quantencomputer herkömmliche Verschlüsselungen knacken könnten, arbeitet Aikata an einer Lösung: Sie entwickelt neue, zukunftssichere Verschlüsselungsmethoden, die Daten auch in der Quanten-Ära (der sogenannten Post-Quantum-Kryptographie) schützen. In ihrer Forschung dreht sich alles um homomorphe Verschlüsselung, die weit über die bloße Absicherung von Kommunikationsstrecken hinausgeht. Sie untersucht Technologien, die es ermöglichen, verschlüsselte Daten zu verarbeiten, ohne sie vorher entschlüsseln zu müssen – ein Durchbruch für Datenschutz und sichere Cloud-Anwendungen.
Aikata Aikata schloss 2020 ihr Bachelorstudium in Computer Science and Engineering am IIT Bhilai in Indien ab. Anschließend absolvierte sie 2022 einen Master in Informatik an der TU Graz, wo ihre Masterarbeit zu neuen Verschlüsselungstechniken mit dem ersten Preis des TU Graz Forum Technology and Society ausgezeichnet wurde. Derzeit promoviert sie an der TU Graz und arbeitet an effizienten kryptographischen Beschleunigern für quantensichere Kommunikation und datenschutzfreundliche Berechnungen.
Energieeffiziente Edge Intelligence für Smart Monitoring
Sabtain Ahmad wird für sein Dissertationsprojekt „Optimizing Edge Intelligence for Smart Environmental Monitoring: A Framework for Energy and Communication Efficiency“ gewürdigt.
Umweltüberwachungssysteme effizienter zu gestalten, das ist das Ziel von Ahmads Forschung. Dazu entwickelt er sogenannte KI-gesteuerte Edge-Intelligence-Frameworks, die eine verteilte und energieeffiziente Echtzeit-Entscheidungsfindung ermöglichen. Sensordaten werden so direkt vor Ort verarbeitet, anstatt große Datenmengen permanent an zentrale Server zu senden. Dadurch spart Ahmads Ansatz Energie, reduziert die Netzwerkauslastung,verbessert den Datenschutz und erhöht die Verfügbarkeit des gesamten Systems. Besonders nützlich ist diese Technologie für den Einsatz in abgelegenen Gebieten oder bei der Überwachung kritischer Infrastrukturen wie Wasser- und Stromnetze.
Sabtain Ahmad ist Doktorand an der TU Wien und spezialisiert auf Edge AI sowie verteiltes maschinelles Lernen für sicherheitskritische Infrastrukturen. Er besitzt einen Master-Abschluss in Data Science von der TU Berlin und einen Bachelor in Informatik von der FAST-NU, den er mit Magna Cum Laude abschloss. Für seine herausragende Forschungsarbeit erhielt er bereits mehrere Auszeichnungen.
Preisverleihung am 5. März 2025
Die Preisverleihung fand am 5. März 2025 an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien, statt.
Hier ein kleiner Rückblick der Preisverleihung 2024
Fotocredits © Daniel Hinterramskogler / ÖAW
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