Autobahn in Deutschland mit PKW und LKW - Verkehr und Überkopfbeschilderung

EVA – Modernisierung des Ereignismanagements in den Verkehrszentralen Deutschlands

Die team unterstützte im Programm Verkehrszentralenverbund der deutschen Autobahn GmbH die erfolgreiche Weiterentwicklung und bundesweite Einführung der neuen Ereignismanagement-Applikation.

Der digitale Schritt ins moderne Ereignismanagement

Auf Autobahnen können besondere Vorkommnisse innerhalb weniger Minuten entscheidende Auswirkungen auf Sicherheit, Verkehrsfluss und die Information wichtiger Entscheidungsträger haben. Umso wichtiger ist es, diese Ereignisse schnell, strukturiert und zentral zu erfassen. Bislang erfolgte dieser Prozess bei der Autobahn GmbH über eine E-Mail-Vorlage, die zwar zuverlässig genutzt wurde, jedoch mit einem hohen manuellen Aufwand verbunden war und nicht die Möglichkeiten einer modernen, digitalen Lösung bot. Mit der neuen Applikation „Ereignisse im Verkehr auf Autobahnen“ (EVA) sollte dieser zentrale Prozess erstmals vollständig digitalisiert, vereinheitlicht und teil-automatisiert werden.

EVA vor dem Rollout: wenig Zeit, viel zu tun

EVA sollte innerhalb knapp eines Jahres bundesweit in allen Verkehrszentralen starten – ein ambitioniertes Ziel. Die team stieg in der Entwicklungsphase im vierten Quartal 2024 in das Projekt ein. Parallel zur Begleitung der Umsetzung mussten wichtige ITSM-Vorgaben aus dem AutobahnOS-Rahmenwerk umgesetzt und sauber in den Projektablauf integriert werden. Diese enge Zeitplanung, unser später Einstieg und die offenen ITSM-Anforderungen machten eine klare Struktur, schnelle Entscheidungen und eine lösungsorientierte Arbeitsweise unbedingbar.

Autobahn in Deutschland mit PKW und LKW - Verkehr und Überkopfbeschilderung

Wie die team den Projekterfolg unterstützte

Um den Erfolg von EVA sicherzustellen, übernahmen wir zentrale Rollen in der neuen Organisationsstruktur der Verkehrszentrale Deutschland ein, welche die team maßgeblich mitgeformt hat. Aus der Position des technischen Produktmanagers EVA begleitete ich die Weiterentwicklung gemeinsam mit dem fachlichen Produktmanagement. Dabei stellten wir insbesondere sicher, dass sämtliche ITSM-Anforderungen erfüllt wurden: Anforderungs- und Testmanagement wurden nachgezogen, fehlende Dokumentationen ergänzt und alle relevanten Betriebsprozesse eingebunden – von der Incidentbearbeitung bis hin zu geregelten Softwareupdates über das Changemanagement.

Was hinter ITSM steckt und welchen Mehrwert es im täglichen Betrieb schafft, erklären wir in einem seperaten Blogbeitrag „ITSM – das echte Rückgrat ihres Unternehmens“.

Ein digitaler Meilenstein für alle Verkehrszentralen

Durch die enge Zusammenarbeit zwischen der Autobahn GmbH und der team wurde EVA fachlich und technisch stabilisiert, nach den Rahmenbedingungen vollständig ITSM-konform weiterentwickelt und fristgerecht bundesweit ausgerollt.

Mit unserer Kompetenz im Bereich der Straßenverkehrstechnik, die wir unter anderem in Projekten wie „Mautstelle der Zukunft – Personal unverzichtbar“  sowie dem Verkehrsmanagement- und –informationssystem 2.0 der ASFINAG unter Beweis gestellt haben, verfügen wir über umfangreiche Praxiserfahrung. In Kombination mit unserem starken ITSM-Know-how, leisteten wir einen entscheidenden Beitrag zur Einführung eines modernen, effizienten und verlässlichen Ereignismanagements – ein klarer Mehrwert für die schnelle Information aller relevanten Entscheidungsträger wurde geschaffen.

Virtuelle Projektteams

Kommunikation und Abstimmung in verteilten Projektteams

Wie klare Strukturen, bewusste Planung und digitale Zusammenarbeit Projekte über Standortgrenzen hinweg erfolgreich machen.

Verteilt ist die neue Normalität

Auftraggeber, Auftragnehmer und mehrere Lieferanten – verteilt über mehr als sechs Standorte in Deutschland und Österreich. So sieht mein Alltag als Projektassistenz aus. Standortübergreifende Teams sind in komplexen Technologieprojekten längst die Regel. Für das Projektmanagement bedeutet das: Verlässliche Kommunikation wird zur zentralen Voraussetzung für den Projekterfolg. Was im Büroalltag spontan über den Schreibtisch geklärt wird, muss in verteilten Teams bewusst organisiert werden. Das klingt aufwendig. Gleichzeitig ist es eine Chance, Kommunikation klarer und nachvollziehbarer zu gestalten.

Die Herausforderung: Was wirklich fehlt

Kurze Abstimmungen zwischendurch, ein schnelles Gespräch auf dem Flur oder das beiläufige Mitbekommen von Projektentwicklungen – all das fällt weg. Missverständnisse entstehen nicht aus bösem Willen. Sie entstehen, weil Kontext fehlt. Je mehr Menschen mit unterschiedlichen Kulturen, Arbeitsweisen und Prioritäten zusammenkommen, desto schneller summieren sich kleine Lücken im Informationsfluss zu handfesten Problemen: Informationen bleiben in Subteams hängen, Verantwortlichkeiten verschwimmen, Entscheidungen verzögern sich. Ohne klare Strukturen geraten Projekte ins Stocken. Genau deshalb müssen Kommunikationsprozesse aktiv geplant und gesteuert werden.

Was wirklich hilft: Fünf Faktoren aus der Praxis

Gute Kommunikation in verteilten Teams braucht einen bewusst gestalteten Rahmen. Er muss klar genug für Orientierung sein und zugleich flexibel genug für die Projektrealität bleiben.

  • Einheitliche Kommunikationswege: Wer welchen Kanal wofür nutzt, muss von Anfang an klar sein. Der Chat eignet sich für schnelle Fragen. Video-Calls helfen bei Abstimmungen. Projekttools bilden Aufgaben und Status ab. Wenn mehr als sechs Standorte und verschiedene Organisationen beteiligt sind, entsteht diese Klarheit nicht von selbst.
  • Regelmäßige kurze Abstimmungen: Tägliche oder wöchentliche Updates halten den Informationsfluss aufrecht. Sie bringen Probleme früh ans Licht. Das funktioniert aber nur, wenn sie gut moderiert sind, einen klaren Zweck haben und nicht mit zu vielen Themen überladen werden.
  • Transparente Aufgabenplanung: Digitale Taskboards schaffen ein gemeinsames Bild vom Projektstand. Sie zeigen, wer woran arbeitet, was Priorität hat und welche Schritte als Nächstes anstehen. Das reduziert Abstimmungsaufwand und stärkt das gemeinsame Verantwortungsgefühl.
  • Klare Verantwortlichkeiten: Jede Aufgabe gehört einer konkreten Person. Auch die Frist muss für beide Seiten klar vereinbart sein. Was im kleinen Team noch implizit funktioniert, muss bei verteilten Strukturen ausdrücklich festgelegt werden.
  • Persönlicher Kontakt: Vertrauen wächst durch Begegnung. Ein gemeinsamer Projektstart in Präsenz, informelle virtuelle Check-ins oder eine offene Retrospektive machen einen spürbaren Unterschied. Dieser zahlt sich über Monate der Zusammenarbeit aus. Wer die Person hinter dem Namen kennt, kommuniziert direkter und lösungsorientierter.

Fazit: Kommunikation ist Gestaltungsaufgabe

Aus der täglichen Arbeit in einem Projekt mit mehr als sechs Standorten nehme ich vor allem eines mit: Kommunikation regelt sich nicht von selbst. Sie muss aktiv gestaltet werden. Strukturierte Kommunikation, regelmäßige Abstimmungen und transparente Prozesse sind keine bürokratischen Pflichtübungen. Sie sind die Grundlage für verlässliche Zusammenarbeit über räumliche und organisatorische Grenzen hinweg. Für den Auftraggeber zahlt sich das konkret aus: Entscheidungen fallen schneller. Risiken werden früher sichtbar. Der Projektfortschritt bleibt für alle nachvollziehbar – unabhängig davon, wo man sitzt.

Weiterbildung als Erfolgsfaktor

Weiterbildung als Erfolgsfaktor

Im vorherigen Beitrag haben wir gezeigt, wie PRINCE2 als strukturiertes Framework dabei unterstützt, Projekte kontrolliert zu steuern und nachhaltigen Nutzen sicherzustellen. Doch Methodik allein ist nicht entscheidend für den Projekterfolg – es sind vor allem die Menschen, die sie anwenden und mit Leben füllen.

Der folgende Erfahrungsbericht zeigt, wie gezielte Weiterbildung und klar formulierte Mitarbeiterziele bei der team dazu beitragen, Methodik und Praxis sinnvoll zu verbinden.

Warum PRINCE2 und unsere Mitarbeiterziele perfekt zusammenpassen.

Bei der team Technology Management GmbH sind jährliche Mitarbeiter:innen-Ziele weit mehr als ein formaler Prozess. Sie sind ein aktives Instrument zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung – und aus meiner Sicht ein klarer Ausdruck unserer Unternehmenskultur.

Als Mitarbeiterin im ROAD-Bereich hatte ich im Rahmen meines Weiterbildungsziels die Möglichkeit, eine fachliche Zertifizierung auswählen. Meine Entscheidung fiel auf PRINCE2, da sich das Projekt, in dem ich aktuell tätig bin, methodisch stark daran orientiert – und ich Methodik nicht nur anwenden, sondern wirklich durchdringen möchte.

Diese Entscheidung war für mich naheliegend – und gleichzeitig ein gutes Beispiel dafür, wie durchdacht unsere Mitarbeiterziele gestaltet sind: Weiterbildung ist bei uns kein Selbstzweck, sondern eng mit der Projektpraxis verknüpft.

Struktur schafft Klarheit – im Projekt wie in der Entwicklung.

PRINCE2 ist weltweit eine der meistverwendeten Methoden für das Projektmanagement und hat sich in unterschiedlichsten Branchen und Projektumfeldern bewährt. Die Methode ist prozessorientiert aufgebaut und basiert auf klar definierten Rollen, Verantwortlichkeiten und Phasen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Methode ist dabei ihre bewusste Anpassbarkeit: PRINCE2 fordert explizit, an Größe, Komplexität und Umfeld eines Projekts angepasst zu werden. Sie gibt einen stabilen Rahmen vor – aber keine starre Schablone.

Gerade im IT-Beratungsumfeld ist diese Balance aus Struktur und Flexibilität nicht selbstverständlich, jedoch von entscheidender Bedeutung. Das PRINCE2-Fundament wird umso stabiler durch:

  • klare Rollen und Verantwortlichkeiten
  • Steuerung über Managementphasen
  • konsequente Nutzenorientierung über den Business Case
  • „Lessons Learned“ als integralen Bestandteil der Projektpraxis

Im Zuge der Weiterbildung wurde mir besonders bewusst: PRINCE2 ist bei aller Struktur im Kern eine Methode, die Verantwortung klar verteilt und Menschen stärkt bzw. sogar entlastet. Durch definierte Rollen, transparente Entscheidungswege sowie das Prinzip „Steuern nach dem Ausnahmeprinzip„, entsteht kein Mikromanagement, sondern ein Rahmen für eigenverantwortliches Arbeiten.

Weiterbildung als Erfolgsfaktor

Parallelen zu unseren Mitarbeiterzielen

Die Kombination, die PRINCE2 auszeichnet, finde ich auch in unseren Mitarbeiterzielen wieder. Sie geben Orientierung, lassen aber bewusst Raum für persönliche Schwerpunkte und die Anforderungen des Projekts.

Weiterbildung wird dabei nicht als „nice to have“ gesehen, sondern als strategisches Investment – für Projekte, Kunden und mich als Mitarbeitende gleichermaßen. Die PRINCE2-Zertifizierung vertieft mein methodisches Verständnis, stärkt meine Sicherheit im Projektalltag und schärft den Blick für Governance und Steuerung – genau jene Elemente, die Projekte langfristig stabil und erfolgreich machen.

Fazit

Die Zertifizierung ist für mich nicht nur ein persönlicher Meilenstein. Sie zeigt gleichzeitig, wie individuelle Förderung und unternehmerische Zielsetzung bei uns Hand in Hand gehen. Genau diese Kombination macht den Unterschied, sowohl im Projektalltag als auch in der persönlichen Weiterentwicklung.

Bei der team nutzen wir genau diese Stärke: Wir verbinden bewährte Projektmethodik mit unserer praktischen Erfahrung aus Kundenprojekten. Gleichzeitig bleibt ausreichend Freiraum für individuelle Anforderungen und innovative Lösungen. So schaffen wir einen klaren Rahmen um komplexe Vorhaben effizient, transparent und zielgerichtet umzusetzen.

PRINCE2 (Projects IN Controlled Environments)

PRINCE2: Projekte kontrolliert steuern und nachhaltigen Nutzen erzielen

In der dynamischen IT-Welt ist der Erfolg von Projekten untrennbar mit der Einhaltung von Terminen, Kostenrahmen und Qualitätsansprüchen verbunden. Um diese Anforderungen verlässlich zu erfüllen, setzen immer mehr Organisationen auf internationale Projektmanagement-Ansätze wie etwa dem Framework PRINCE2 (Projects IN Controlled Environments).

PRINCE2 stützt sich auf ein robustes Fundament aus klaren Prinzipien, bewährten Praktiken und unterstützenden Prozessen und ermöglicht so eine strukturierte Projektabwicklung, die sowohl den Projektkontext als auch die beteiligten Menschen berücksichtigt.

Business Case – „Warum?“

Fortlaufende geschäftliche Rechtfertigung sicherstellen
Der Business Case ist das zentrale Instrument, mit dem der Lenkungsausschuss (Project Board) beurteilen kann, ob ein Projekt wünschenswert, realisierbar und durchführbar ist (und bleibt), um so die Entscheidungsfindung hinsichtlich einer weiteren Investition zu unterstützen.

Ein Projekt muss daher in jeder Phase (Stage) einen klaren geschäftlichen Nutzen aufweisen. Dieser Nutzen wird fortlaufend mit dem Business Case geprüft. Verliert das Projekt seine Daseinsberechtigung, wird es kontrolliert beendet – so stellt PRINCE2 sicher, dass keine Ressourcen für Projekte ohne messbaren Mehrwert gebunden werden.

Organisieren – „Wer?“

Rollen, Verantwortlichkeiten & Beziehungen definieren
PRINCE2 legt eine klare Organisationsstruktur fest, in der jede Rolle eindeutig definiert ist. Hier ein Auszug der wichtigsten Rollen:

  • Lenkungsausschuss(Project Board): Trägt die Gesamtverantwortung für das Projekt und trifft strategische Entscheidungen.
    • Auftraggeber:in (Executive): Übernimmt innerhalb des Lenkungsausschusses die letztendliche Verantwortung für den Erfolg des Projekts.
    • Benutzervertreter:in (Senior User): Repräsentiert die Interessen derjenigen, die Anforderungen definieren und den Nutzen realisieren.
    • Lieferantenvertreter:in (Senior Supplier): Repräsentiert die Interessen derjenigen, die die Umsetzung und Ressourcen sicherstellen.
  • Projektmanager:innen (Project Manager): Steuert das operative Tagesgeschäft des Projekts.
  • Teammanager:innen (Team Manager): Steuern die Umsetzung der Arbeitspakete.

Diese klare Trennung verhindert Kompetenzkonflikte und stellt sicher, dass Entscheidungen auf der richtigen Ebene getroffen werden.

PRINCE2 (Projects IN Controlled Environments)

Pläne – „Wann?“

Steuern über Managementphasen
Ein Projektplan definiert den groben Zeit- und Kostenrahmen sowie die wichtigsten Meilensteine des Projekts.

Außerdem werden Projekte in überschaubare Phasen (Stages) gegliedert, wobei für jede Phase ein eigener detaillierter Plan existiert. Am Ende jeder Phase entscheidet der Lenkungsausschuss (Project Board), ob das Projekt fortgesetzt wird (Manage by Stages). Diese Vorgehensweise ermöglicht eine enge Kontrolle, regelmäßige Statusberichte und die Möglichkeit, den Kurs bei Bedarf anzupassen, ohne das gesamte Projekt neu planen zu müssen.

Qualität – „Was?“

Produktorientierung
PRINCE2 ist produktorientiert (Focus on Products). Im Mittelpunkt stehen daher die zu liefernden Produkte, nicht die einzelnen Aktivitäten. Für das Gesamtprodukt des Projekts werden dabei Abnahmekriterien, Abnahmemethode und Abnahmeverantwortlichkeiten festgelegt. Für jedes einzelne Produkt werden Qualitätskriterien, Qualitätstoleranzen und Qualitätsmethoden definiert. Das schafft Transparenz für alle Stakeholder und ermöglicht eine objektive Bewertung der Projektergebnisse.

Risiken – „Was, wenn?“

Aktives Risikomanagement / Lernen aus Erfahrung
PRINCE2 verlangt ein aktives Risikomanagement über den gesamten Projektverlauf. Risiken werden systematisch identifiziert, bewertet und mit konkreten Maßnahmen hinterlegt. So werden sowohl negative als auch positive Risiken proaktiv gesteuert, um potenzielle Bedrohungen (Threats) zu entschärfen und vorteilhafte Gelegenheiten (Opportunities) für den Projekterfolg zu maximieren.

Das übergreifende Prinzip „Lernen aus Erfahrung“ (Learn from Experience) unterstützt dabei: Erkenntnisse aus vergangenen Projekten werden dokumentiert und fließen in das laufende sowie in zukünftige Projekte ein. So werden bekannte Fehler vermieden und bewährte Vorgehensweisen etabliert.

Issues – „Wie gehen wir damit um?“

Issue-Management / Steuern nach dem Ausnahmeprinzip
Während eines Projektablaufs sind Issues (Änderungsanträge, Spezifikationsabweichungen, Probleme/Anliegen, usw.) unvermeidlich, müssen jedoch systematisch bewertet und kontrolliert bearbeitet werden. PRINCE2 stellt dafür ein formales Issue- und Change Control-Verfahren bereit, in dem jede Änderung hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Zeit, Kosten, Qualität, Umfang, Risiko, Nutzen und Nachhaltigkeit geprüft wird.

Das übergreifende Prinzip „Steuern nach dem Ausnahmeprinzip“ (Manage by Exception) unterstützt dabei: Dem Projektmanager werden klare Toleranzgrenzen vorgegeben, innerhalb derer er eigenständig handeln kann, und erst bei drohender Überschreitung erfolgt eine Eskalation an den Lenkungsausschuss. So bleibt der Lenkungsausschuss strategisch handlungsfähig, ohne operativ überlastet zu werden.

Fortschritt – „Wie messen wir ihn?“

Überwachung und Steuerung / Anpassen an das Projekt
Durch kontinuierliche Überwachung, Soll-Ist-Vergleiche und regelmäßige Statusberichte wird der Projektfortschritt innerhalb der vereinbarten Toleranzen gesteuert und für alle Stakeholder nachvollziehbar dokumentiert.

Das übergreifende Prinzip „Anpassen an das Projekt“ (Tailor to Suit the Project) unterstützt dabei: Der Grad an Formalität wird individuell an die Komplexität und Größe des Projekts angepasst. Dadurch bleibt PRINCE2 auch in kleineren oder agilen IT-Projekten praktikabel.

Fazit

Zusammenfassend ist PRINCE2 weit mehr als ein starres Regelwerk: Es vereint unverrückbare Prinzipien mit flexiblen Praktiken und ermöglicht so, auch im dynamischen IT-Projektkontext kontrolliert zu steuern und nachhaltigen Nutzen zu erzielen.

Bei der team nutzen wir genau diese Stärke: Wir verbinden bewährte Projektmethodik mit unserer praktischen Erfahrung aus Kundenprojekten. Gleichzeitig bleibt ausreichend Freiraum für individuelle Anforderungen und innovative Lösungen. So schaffen wir einen klaren Rahmen um komplexe Vorhaben effizient, transparent und zielgerichtet umzusetzen.

Security

Die team ist Partner vom PMI Austria Chapter

Jetzt ist es offiziell: Die team geht seit 2015 eine Partnerschaft mit dem PMI Austria Chapter ein. Die team übernimmt in der Frequentis Gruppe die Rolle des Spezialisten für Beratung, Engineering und Projektmanagement technisch anspruchsvoller Projekte im ITK-Umfeld. Dabei orientiert sich die team bereits seit Jahren an Vorgehensweise, Terminologie und Methoden von PMI und hat gezielt entsprechende Kompetenz bei seinen Mitarbeitern und Umsetzungspartnern aufgebaut. Heute stehen der team vier zertifizierte Projektmanager (PMP) zur Verfügung, weitere bereiten sich auf eine Zertifizierung vor.

Die Zusammenarbeit von der team und PMI Austria umfasst den Austausch von Know How durch Referententätigkeit und Teilnahme an PMI-Workshops. Dabei kann die team ihre Erfahrung als Industriepartner ebenso einbringen wie ihre Kenntnis in der Abwicklung von Beratungsaufträgen für Organisationen mit Nähe zur öffentlichen Hand (z.B. Infrastrukturbetreiber und Energiewirtschaft). Auch das persönliche Engagement einzelner teamKollegen und teamKolleginnen im Vorstand des PMI Austria Chapters trägt zur Zusammenarbeit zwischen der team und PMI im Interesse der Professionalisierung von Projektmanagement (PM) in Österreich bei.

Kategorien PM

Herausforderung Rollout-Projekte

Rollout-Projekte sind in vielerlei Hinsicht klassische Projekte (eng begrenzter Zeitplan und Budget, sowie klare, quantifizierte Ziele die in einem Projektauftrag zusammengefasst werden) in manchen Aspekten aber sehr spezifisch und Grund für diese kurze Abhandlung zu den besonderen Herausforderungen im Rollout.

Die typischen Phasen eines Rollout Projekts

Vielfach wird zwischen der Vorbereitungsphase und dem eigentlichen Rollout unterschieden – der Übergang kann gestaffelt in Phasen (z.B. Test oder Pre-Rollout) oder skalierend gestaltet sein.

Ein typisches Problem ist, dass die Übergangskriterien unscharf formuliert sind und damit in der Regel „situationselastisch“ angepasst bzw. interpretiert werden. Daraus kann fehlende Planungssicherheit resultieren. In guten Rollout-Projekten sind die Vorstellungen/Erwartungshaltungen zwischen Projekt- und Linienorganisation ausreichend abgestimmt – das berühmte Ziehen an einem Strang. Beauftragt mit der Projektintegrationsrolle legen wir auf die frühzeitige Einbindung der künftigen Nutzer:innen und Betreiber großen Wert – auch wenn in der „Projektwelt“ noch viele Fragen und Details nicht geklärt sind.

Die Interaktion mit der Linienorganisation

Da Projekte per Definition immer etwas „Neues“, bzw. Einmaliges schaffen, passen häufig bestehende Linienprozesse nicht zum Ergebnis von Rollout-Projekten (z.B. der Betrieb neuer technischer Infrastruktur) und müssen dafür angepasst oder ergänzt werden. Es ergeben sich dadurch auch oft neue Schnittstellen – intern wie extern (z.B. betriebliche Interaktion mit neuen externen Dienstleistern), die in den vorhandenen Prozessen berücksichtigt werden wollen, was eine bestehende Linienorganisation administrativ und prozessual überfordern kann. Hier zeigt sich, wie wichtig das „Verstehen“ der spezifischen Anforderungen und Ziele von Prozessen ist, das hilft keine Lücken im Ablauf offen zu lassen. Die eindeutige Rollenverteilung, unmissverständliche Kommunikation und Dokumentation an den Prozess-Übergängen trägt wiederum dazu bei, die Prozesse verständlich und eindeutig in der Organisation zu verankern.

Als Aufgabe in der Projektintegrator-Rolle erkennt die team die Wichtigkeit darin, die Linienorganisation darauf vorzubereiten und Prozesse, Rollen und Tools auf die neuen Anforderungen optimal auszurichten.