Eisenbahnkolloquium

Regionalbahnen – Quo vadis?

team @ Eisenbahnkolloquium 2024

Am 07. und 08. März fand das 22. Wiener Eisenbahnkolloquium im Technischen Museum Wien statt. Im Fokus waren die Regionalbahnen und ihre Entwicklungspläne. Als Senior Consultant mit Schwerpunkt Bahntechnik, habe ich die Gelegenheit ergriffen und mir einen Überblick über die sehr interessanten Vorträge verschafft.

Um inhaltlich einen möglichst weit gespannten Überblick über den Themenschwerpunkt Regionalbahnen zu geben, waren Fachvortragende aus den Bereichen Infrastruktur, Fahrzeuge & Antrieb sowie Betrieb geladen. Am zweiten Tag des Events wurde zudem ein Blick in die Zukunft gewagt.

Am 07.03.24 um 09:00 eröffnete der Veranstalter Prof. Norbert Ostermann sprichwörtlich „pünktlich wie die Eisenbahn“ die Veranstaltung.

Infrastruktur

Aus Salzburg wurde das Zukunftsprojekt S-Link vorgestellt. Stefan Knittel war via Webcall zugeschaltet und erläuterte die Herausforderung der hoch frequentierten innerstädtischen Verkehrsknoten und zeigte aktuelle Lösungsansätze auf dem Weg hin zum Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel. Das Zielbild sieht ein attraktives, übergreifendes und gut abgestimmtes Verkehrsnetz im Großraum Salzburg vor. Kern des Vorhabens ist die Verknüpfung der vorhandenen Regionalbahnstrecken im innerstädtischen Gebiet mit teils unterirdisch verlaufenden (Neubau-)Streckenteilen.

Auch in Linz gibt es Bestrebungen zum Ausbau der urbanen öffentlichen Mobilität. Ziel ist es, die urban angrenzenden Nebenbahnen im Bestand durch Ausbaumaßnahmen im innerstädtischen Gebiet geschickt miteinander zu verbinden, um ein flächendeckendes Mobilitätsangebot anbieten zu können. Auch hier sind die Verkehrsknotenpunkte Taktgeber. Fahrzeugseitig sollen sogenannte „TramTrains“ den Betrieb, sowohl im Bestand als auch auf den Neubauteilen, möglich machen.

Ivo Hutter von der Rhätischen Bahn zeigte, dass Bahnfahren in der Schweiz ein beeindruckendes Erlebnis ist. Der Streckenverlauf im Hochgebirge – 30% der Strecke liegen über 1500 m ü.M. – leistet dazu sicherlich einen wesentlichen Beitrag. Die Ideen der kreativen Schweizer gehen noch weiter. Der InnoTren soll als mobiler Meetingraum geführt durch spektakuläre Landschaften, die notwendige Plattform für neue Ideen bieten.

Ambitionierte Ziele präsentierte auch die ÖBB: Bis 2040 ist eine Verdoppelung der Leistungsfähigkeit des Systems Bahn geplant. Erreicht werden soll das mit einem Ausbau der Infrastruktur sowie innovative bzw. moderne technische Maßnahmen und Optimierungen im Bestand. Zu den Ausbaumaßahmen zählen auch die Elektrifizierung zahlreicher Regionalbahnkilometer. Im Zielbild sind nahezu alle Strecken mit Oberleitung bzw. Akkubetrieb klimafreundlich ausgerüstet.

Fahrzeuge & Antrieb

Der Markt ist nicht nur in Österreich hungrig nach neuen Fahrzeugen. Die Anforderungen differieren teilweise sogar innerhalb der Länder in Europa von einem Eisenbahninfrastrukturunternehmen zum anderen (z.B. Spurweiten, Antriebssystem, Zugssicherungssystem etc.). Die Lieferindustrie möchte möglichst einheitliche Fahrzeuge entwickeln und anbieten. Aus diesem Mix entsteht ein gewisses Spanungsverhältnis zwischen Kunde und Lieferant, was in Zukunft große Herausforderungen im Beschaffungsvorgang mit sich bringt. Ungeachtet dessen plant der Konzern Stadler Rail am österreichischen Markt in den nächsten fünf Jahren ca. 150 Fahrzeuge auszuliefern.

Auch die Frage nach dem idealen Antriebskonzept für den Betrieb der weniger stark belasteten Regionalbahnen wurde behandelt. Untersucht und verglichen wurden u.a. Diesel, Wasserstoff und Elektro (Oberleitung sowie Akku). Festhalten lässt sich, dass alternativ angetriebene Regionalbahnfahrzeuge im Kommen sind. Bis zum Erreichen des Ziels bedarf es jedenfalls noch einiger Anpassungen (z.B. Ladekonzept der Akkufahrzeuge). Ein weiterer wichtiger und bislang noch offener Aspekt ist die Lebensdauer der neuen Systeme.

Blick in die Zukunft

Zum Abschluss wurde der Blick in die Zukunft gerichtet und ein interessantes Mobilitätskonzept vorgestellt, welches im Kern aus einem Personencontainer besteht, durch den eine neuartige und möglichst reibungsfreie Verkettung unterschiedlicher Verkehrsmittel möglich ist. Der Passagier steigt von zu Hause aus in den privaten sprichwörtlichen Mini-Wohnraum-Container, welcher von einem AGV (Automated Guides Vehicle) abgeholt und im nächstgelegenen Verkehrsknoten auf ein anderes Transportmittel (Zug, Schiff, Seilbahn etc.) umgeladen wird. Ziel darin ist, das Passagiererlebnis zu maximieren und etwaige Außeneinflüsse auf den Passagier wie z.B. Umsteigezeiten zu minimieren.

Angesichts des doch erheblichen Platzbedarfs dieses luxuriösen Ein-Personen-Containers bedarf dieses Konzept hinsichtlich der noch zu erwartenden Kapazitätssteigerungen sicherlich noch etwas Überarbeitung.

Die Weiterentwicklung des Systems Eisenbahn bleibt jedenfalls spannend. Die team ist bei allen zeitkritischen Projekten mit hohem Innovationsgehalt in diesem Themenbereich der ideale Partner. teamExperten setzen dabei auf langjährige Erfahrungen aus verschiedensten kritischen Infrastrukturen.

HEUREKA‘24 für Optimierung in Verkehr und Transport

Nach einer Covid-bedingten virtuellen HEUREKA im Jahr 2021 fand die diesjährige Tagung HEUREKA‘24 für Optimierung in Verkehr und Transport, organisiert von der Forschungsgesellschaft für Straßen- u. Verkehrswesen (FGSV) sowie dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), am 13. & 14.03.2024 wieder in bewährter Weise in Stuttgart im Haus der Wirtschaft statt und feiert damit ihr 40-jähriges Jubiläum. Die team war mit geballter Kompetenz vertreten.

Trotz der kurzfristig angesetzten Streiks der Deutschen Bahn sowie des Sicherheitspersonals am Flughafen Stuttgart, welche die An- und Abreise sehr herausfordernd machte, konnten sich die über 300 Teilnehmer:innen über die neuesten Entwicklungen und Forschungsergebnisse zum Thema Verkehr und Transport austauschen.

teamKompetenz zeigt etwas andere Sicht auf die Autobahn

Die HEUREKA gilt als DER Treffpunkt der verkehrstechnischen Branche, vor allem in Deutschland, aber auch darüber hinaus. Neben sehr interessanten fachlichen und durchaus kontroversen Übersichtsvorträgen, beispielsweise zum Thema Entscheidungs-, Optimierungs-, und Kommunikationsprozesse im kommunalen Handeln zur Unterstützung der Mobilitätswende, oder den neuesten Entwicklungen der Elektromobilität im ÖPNV, wurden in drei parallellaufenden Vortragsreihen, forschungs- und anwendungsorientierte Projekte, Erkenntnisse und Ergebnisse zu Entscheidungs- und Optimierungsverfahren aus allen Bereichen des Verkehrs (Intermodaler Verkehr, Individualverkehr, öffentlicher Verkehr, Güterverkehr) präsentiert und diskutiert.

Auch die team war mit einem Fachvortag in der Vortragsreihe Autobahn vertreten. David Graf präsentierte in diesem Vortrag eine etwas andere Sicht auf die Autobahn. Nicht so sehr die verkehrstechnischen Algorithmen und Modelle waren im Fokus, sondern das Monitoring der eingesetzten Verkehrsinfrastruktur, was auch zu spannender Diskussion und Gesprächen im Nachgang führte.

Dr. David Graf bei der HEUREKA'24
Dr. David Graf, Senior Consultant bei der HEUREKA’24

Inhaltliche Schwerpunktthemen

Die präsentierten Fachvorträge können in vier Themenbereiche zusammengefasst werden, welche die inhaltlichen Schwerpunkte der HEUREKA gut widerspiegeln:

  1. Forschung an Optimierungen, welche einen effizienten Verkehrsfluss unterstützen
  2. Forschung an Optimierungen von Personal, Fahrzeuge und Infrastruktur
  3. Forschung an Optimierungen im Bereich Verkehrsplanung und Verkehrspolitik sowie Verkehrsinnovationen
  4. Forschung an Grundlagen von Mobilität und Daten im Zusammenhang mit Mobilität

Die Abendveranstaltung zum Ausklang und Erfahrungsaustausch bot weitere Möglichkeiten zu spannenden Gesprächen – mit dabei auch gut bekannte Gesichter aus dem täglichen Projektalltag.

Dr. Norbert Baumgartner & Dr. David Graf bei der Abschlussveranstaltung der HEUREKA'24
Dr. Norbert Baumgartner & Dr. David Graf bei der Abschlussveranstaltung der HEUREKA’24

Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Verleihung von dotierten Förderpreisen der Stiftung heureka für hervorragende wissenschaftliche Leistungen junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Weitere Informationen und Details:

Utilities Technology

team@E-World energy & water

Bei der diesjährigen Ausgabe der E-world energy & water waren wir gemeinsam mit unserem langjährigen Kunden Energy Services vertreten. Es war ein tolles Event mit vielen Austellern, Präsentationen und interessanten Gesprächen.

E-World engergy & water 2024

Smart Meter Rollout im Fokus

Natürlich war der Smart Meter Rollout in Europa, und speziell in Deutschland, ein wesentliches Thema – ohne Smart Meter können die Stromkunden nur begrenzt am Wandel des Energiesystems partizipieren.

Smart Meter die nur unregelmäßig, oder im schlimmsten Fall gar keine Daten liefern, bringen keinen Mehrwert. Konnektivität und Verfügbarkeit waren deshalb wesentliche Themen auf der Messe. Der Technologie-Mix für die Anbindung von Smart Meter wird sich jedenfalls erweitern. Zusätzlich zu PLC und Mobilfunk kommen weitere Technologien dazu, allen voran RF-Mesh, z.B. 5G Mesh DECT NR+ als auch hybride Technologien, z.B. G3-Hybrid (PLC + RF-Mesh).

Gemeinsame Lösung für eine gobasierte Abbildung der Smart Meter Infrasturktur

Im Zusammenhang mit Konnektivität und Verfügbarkeit von Smart Meter Daten haben wir gemeinsam mit Energy Services eine Lösung realisiert und auf der Messe vorgestellt. Die vorgestellte Lösung ermöglicht eine geobasierte Abbildung der Smart Meter Infrastruktur und real-time Auswertungen der Datenverfügbarkeit und Statusinformationen (z.B. Konfigurations- und Kommunikationsstatus) auf Basis unterschiedlicher Datenquellen.

Als wesentlicher Bestandteil in der Smart Meter Betriebsführung können damit zielgerichtet Maßnahmen gesetzt werden, falls die regelmäßige Datenauslesung nicht die erwartete Erfolgsrate erreicht. Es können etwa rasch Netzregionen mit zu niedrigen Ausleseraten in der Kartendarstellung identifiziert und eingegrenzt werden, um die Problemanalyse zu vereinfachen. Zusätzlich werden die Datenauswertungen genutzt, um eine automatische regelmäßige Datennacherfassung von fehlenden Smart Meter Daten zielgerichtet durchzuführen.

Natürlich hat es eine Vielzahl anderer spannender Themen im Zusammenhang mit der voranschreitenden Digitalisierung des Energiesystems und sich daraus ergebenden neuen Business Modellen, u.a. Direktvermarktung, Bereitstellung und Vermarktung von Flexibilitäten, Lastmanagement durch Aggregatoren.

Glossar
PLC – Powerline Communication Technology
DECT NR+ – Digital Enhanced Cordless Telecommunications New Radio plus
Rail - Testfahrten

Testfahrten für die ETCS Level 2 Inbetriebnahme

Im Rahmen des Programms ETCS-Migration 2038+ plant die Österreichische Bundesbahn (ÖBB), alle stark befahrenen Strecken in ihrem Netz mit dem einheitlichen europäischen Zugbeeinflussungssystem ETCS Level 2 auszurüsten. Dadurch wird einerseits interoperabler, grenzübergreifender Verkehr vereinfacht und zusätzlich die Sicherheit und Leistungsfähigkeit der Strecken erhöht.

Pilotprojekt RBC Wels auf „Schiene“

Das erste Umsetzungsprojekt dieses Migrationsprogramms und damit gleichzeitig Pilotprojekt ist das RBC Wels. RBC steht für Radio Block Center und ist die wesentliche Komponente von ETCS Level 2. Dieses Projekt erstreckt sich über das Gebiet zwischen Linz und Vöcklabruck und ist planmäßig mit 31.07.2023 in Betrieb genommen worden.

Testfahrten RBC Wels
Einer der Testzüge für die Testfahrten

Bei diesem Projekt kommt erstmalig die Release 5 der RBC-Software der Firma Siemens in Österreich zum Einsatz. Die beiden Kernaufgaben bei den Inbetriebnahmetests waren daher einerseits das Testen der (neuen) generischen Kernfunktionalitäten der SW-Release und andererseits das Überprüfen der projektspezifischen Implementierung auf der Strecke. Für letzteres, wurden alle ausgerüsteten Gleise sowie sämtliche Ausrüstungsgrenzen befahren, um mögliche Projektierungs- oder Montagefehler zu erkennen und eine reibungslose Inbetriebnahme zu gewährleisten.

Die Tätigkeiten der teamExperten umfassten unter anderem:

  • Ausarbeitung der Testfälle, Testspezifikation, Testdrehbücher
  • Koordination der relevanten ÖBB-Teilnehmer (zentrale und regionale Ansprechpartner, Triebfahrzeugführer, Fahrdienstleiter, Signalmeister)
  • Organisation des Rollmaterials (Triebfahrzeuge, Güterzug, Personenzug)
  • Dokumentation der Testfahrten (Protokolle, Videos, Fehlerdokumentation)
Abbildung 1: Zwei Testfahrzeuge, links eine Taurus BR 1116, rechts eine Vectron BR 1293 und unten im Gleisbett eine Balise inkl. Stolperschutz für Verschubpersonal
Zwei Testfahrzeuge, links eine Taurus BR 1116, rechts eine Vectron BR 1293 und unten im Gleisbett eine Balise inkl. Stolperschutz für Verschubpersonal

An vier Labortagen sowie an 11 Testtagen auf der Strecke wurde eine Vielzahl an Testfällen durchgeführt. Eine Besonderheit waren die Testfahrten mit drei unterschiedlichen Triebfahrzeugen, um eventuelle Kompatibilitätsprobleme auszuschließen (zwei davon sind auf dem Foto oberhalb zu sehen).

Professionelle Planung und reibungslose Testfahrten

Durch das gute Zusammenspiel der Kollegen der ÖBB von der Fahrdienstleitung, Triebfahrzeugführern und Experten des Betriebs sowie der professionellen Vorbereitung der Testfälle bzw. -drehbücher durch die team, konnten die Testfahrten effizient und reibungslos durchgeführt werden. Von den gefundenen Abweichungen konnte der Systemhersteller alle für die Inbetriebnahme kritischen sofort beheben, jene ohne zeitliche Kritikalität werden in den nächsten Software-Releases eingearbeitet. Aus Sicht der Testfahrten, stand somit einer planmäßigen Inbetriebnahme des Pilotprojekts nichts mehr im Wege. Das Team der team freut sich schon auf die weiteren Projekte der ETCS-Migration!

Siehe dazu die Projektreferenzen

Glossar
ETCS – European Train Control System
RBC – Radio Block Center
SRSS 2023

“Einfach Fahren!” – SRSS 2023

Das Scientific Railway Signalling Symposium (SRSS 2023) ist ein Teil der Darmstädter Veranstaltungsreihe „Innovations for Rail“, die sich mit aktuellen und innovativen Themen der Leit- und Sicherungstechnik im Bahnverkehr beschäftigt. Das Symposium bietet ausgewählten Referent:innen aus Wissenschaft, Industrie und Politik eine Plattform für interdisziplinäre Beiträge und fand am 14. Juni statt.

Das Motto ist einer der häufigsten Wünsche aller Beteiligten

Der diesjährige Titel lautete „Einfach Fahren! – digitale Transformation im Spannungsfeld Automatisierung, europäische Standardisierung und schneller Rollout“. Das Ziel war es, mit ca. 120 Beteiligten aus Wissenschaft, Bahngesellschaften und Industrie zu diskutieren, wie die flächendeckende Einführung von digitalen Stellwerken, dem European Train Control System (ETCS), automatisiertem Fahren und dem integrierten Leit- und Bediensystem (iLBS) den Bahnbetrieb flexibler, robuster und einfacher machen kann. Dabei wurden die Herausforderungen und Chancen der europäischen Standardisierung, des schnellen Rollouts und der Automatisierung beleuchtet.

Wir waren bei dieser spannenden Veranstaltung in diesem Jahr zum ersten Mal mit einem Vortrag dabei und haben uns an dem Austausch zur digitalen Transformation im Bahnverkehr beteiligt. Simon Hofer, Senior Consultant der team, hat im großen Saal über die Herausforderungen und Lösungsansätze zum Thema „Seamless ETCS operation under degraded conditions“ berichtet, die wir auch im Rahmen unserer Projekte bei der ÖBB Infrastruktur AG behandeln.

Speziell ging es um die Problemstellung, dass bei der Streckenausrüstung mit ETCS L2 die Systemkomponenten (RBC) für einen bestimmten geographischen Bereich, oder das gesamte Gebiet eines EIU zentral an einem Standort errichtet werden. Bei der Ausrüstung einer bestehenden Strecke mit Außenlichtsignalisierung besteht, nachdem konventionelle Stellwerke in der Regel dezentral neben der Strecke aufgebaut sind, gegenüber dem zentral aufgebauten RBC des ETCS-Systems eine mögliche Rückfallebene im nationalen Zugsicherungssystem.

Auf Strecken ohne Außenlichtsignalisierung existiert diese Rückfallebene jedoch nicht mehr. Somit kann bei Ausfall des zentralen RBC-Standorts gemäß den nationalen und betrieblichen Vorschriften, nur ein eingeschränkter Zugbetrieb in SR oder Level 0 – meist mit erheblich geringeren Geschwindigkeiten und reduzierter Überwachung durch das Zugsicherungssystem – stattfinden. Die Auswirkungen solcher Ausfälle sind besonders aufgrund der geographischen Ausdehnung erheblich für den laufenden Bahnbetrieb insbesondere aus dem Blickwinkel kritischer Infrastruktur.

Wir haben unsere Erfahrungen und Best Practices zu den Lösungsansätzen geteilt und mit den anderen Teilnehmer:innen diskutiert. Besonders spannend war es zu sehen, dass dieselben Herausforderungen und Fragestellungen auch in Deutschland oder Schweiz bestehen und beantwortet werden müssen. Wir freuen uns auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder beim SRSS in Darmstadt dabei zu sein.

Glossar
EIU – Eisenbahninfrastrukturunternehmen
RBC – Radio Block Centre
SR – Staff Responsible Modus
FRMCS - die Zukunft der Mobilkommunikation

UIC FRMCS Konferenz 2023

Erstes Set an FRMCS-Spezifikationen fertig

Nach der Covid-bedingten Pause fand im Juni 2023 die zweite FRMCS Konferenz im UIC Headquarter, in Paris, statt. Mehr als 200 Delegierte vertraten Eisenbahngesellschaften, wie beispielsweise die ÖBB, SBB, DB, und SNCF, sowie Hersteller (z.B. Frequentis, Kontron, Nokia, Huawei, Funkwerk, etc.), Verwaltungen (z.B. EU-Kommission, ERA, ETSI, etc.), Verbände (z.B. UNISIG, UNIFE, etc.) und Berater, um über die Zukunft der Mobilkommunikation im Eisenbahnwesen und über das zukünftige Mobilfunksystem FRMCS zu konferieren.

V1 Versionen der FRMCS-Spezifikationen

In den letzten Jahren wurden trotz der Einschränkung bei Reisen und Face-to-face Meetings bereits große Fortschritte erzielt, und so konnten im Frühjahr 2023 die V1 Versionen der wichtigsten FRMCS-Spezifikationen.

  • FRS – Functional Requirement Specification
  • TOBA – Technical On-board Architecture
  • FIS – Functional Interface Specification
  • FFFIS – Form Fit Functional Interface Specification

verabschiedet werden. Ebenfalls im Frühjahr 2023 wurde die neue Version der Control, Command and Signalling Technical Specification for Interoperability (CCS TSI) beschlossen. Dies ist die erste technische Spezifikation die auch FRMCS enthält. Demzufolge war eine eigene Session dem Inhalt aller dieser Dokumente gewidmet.

Parallel zur Spezifikationsarbeit, arbeiten technische Universitäten an den Grundlagen für FRMCS, darunter die FRMCS – GSM-R Koexistenz oder FRMCS – C-ITS Multimodale Verkehrskonzepte. Zusätzlich sind Labs und Teststrecken geschaffen worden, in denen Bahngesellschaften und Hersteller gemeinsam die Grundlage für FRMCS untersuchen. So betreibt beispielsweise die DB eine Teststrecke im Erzgebirge in enger Zusammenarbeit mit dem Nokia Lab in Ungarn. Der Schwerpunkt der Tests liegt auf Sprachanwendungen. Die SNCF wiederum betreibt eine Teststrecke in Frankreich in enger Zusammenarbeit mit dem Testlab von Kontron. Der Schwerpunkt dieser Tests liegt auf Datenanwendung. Die Koordination aller Testaktivitäten und die Rückmeldung von Erkenntnissen der Test an die Standardisierung, erfolgt durch das Konsortium 5GRAIL. Auch dieser Arbeit war eine eigene Session gewidmet. In einer weiteren Session stellten die für FRMCS wichtigsten Industriebetriebe ihre Entwicklungspläne für FRMCS Produkte vor.

Migrationspläne der Bahnbetreiber im Fokus

Besondere Beachtung erhielten die Vorträge der Bahnbetreiber DB, SNCF, SBB und ProRail zu den jeweiligen Migrationsplänen von GSM-R zu FRMCS. Der Tenor aller vier Bahnbetreiber war übereinstimmend: bis 2035 wird GSM-R außer Betrieb genommen, ab 2035 wird nur noch FRMCS eingesetzt werden. Davor ist mit einem Parallelbetrieb von bis zu fünf Jahren zu rechnen, d.h. GSM-R und FRMCS parallel im Netz, GSM-R und FRMCS Endgeräte parallel in den Lokomotiven, ISDN und IP-Stacks parallel in den RBCs. Die Abschaltung von GSM-R muss laut CCS TSI fünf Jahre im Voraus angekündigt werden, also im Jahr 2030. Davor sind Pilotinstallationen in den Netzen der Bahnbetreiber geplant.

Die verabschiedeten FRMCS Spezifikationen V1 erlauben noch keine kommerzielle Implementierung des Systems. Die noch offenen Punkte, wie beispielsweise die Verortung von Zügen oder die Service Continuity bei grenzüberschreitenden Diensten, sollen bis 2024 in den V2 Spezifikationen geklärt werden. Vor der Kommerzialisierung müssen die V2 Spezifikationen ausgiebig getestet werden. Diese wird im Rahmen des im Jahre 2022 gegründeten Europe’s Rail Joint Undertaking (ERJU), in der Gruppe „System Pillar“ erfolgen. Die Ergebnisse der Tests werden im Jahr 2026 in die V3 Spezifikationen einfließen, die der erste Satz von Spezifikationen sind, die eine kommerzielle Beschaffung von FRMCS durch die Bahnbetreiber zulassen, daher auch die Bezeichnung „FRMCS 1st Edition“. Diesem weiteren Weg der Spezifikationsarbeit war die letzte Session dieser hochinteressanten Konferenz gewidmet.

Bahn- sowie Mobilkommunikation sind seit vielen Jahren Schwerpunkte der teamKompetenz. Daher arbeitet die team auch aktiv an der Standardisierung von FRMCS, sowohl im ETSI Technical Committee Railway Telecommunications wie auch in der UIC Arbeitsgruppe ATWG, mit. Nach drei Jahren, die von Telefon- und Videokonferenzen geprägt waren, stellte die FRMCS-Konferenz ein ideales Forum dar, sich mit Kunden und Partnern wieder persönlich auszutauschen und bei dem Thema FRMCS führend am Ball zu bleiben.

>> Presseaussendung zur Veranstaltung (in EN)

Glossar
ATWG – Architecture and Technology Working Group
CCS TSI – Control, Command and Signalling Technical Specification for Interoperability
C-ITS – Cooperative Intelligent Transport Systems
ERA – European Union Agency for Railways
ERJU – Europe’s Rail Joint Undertaking
ETSI – European Telecommunications Standards Institute
FRMCS – Future Railway Mobile Communication System
RBC – Radio Block Centre
SBB – Schweizerische Bundesbahnen
SNCF – Société nationale des chemins de fer français
UIC – Union Internationale des Chemins de fer / Internationale Eisenbahnverband
UNIFE – Union des Industries Ferroviaires Européennes
UNISIG – Union Industry of Signalling (assoziiertes Mitglied des UNIFE)

Critical Infrastructure Award – eine nachhaltige Investition in die Zukunft

Nachhaltigkeit spielt für die team eine große Rolle. Daher haben wir uns im vergangenen Jahr gegen ein Jubiläumsevent entschieden und stattdessen beschlossen einen Forschungspreis – den Critical Infrastructure Award, zu stiften.

Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) vergibt 2023 erstmals den Critical Infrastructure Award für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten mit Bezug zu sicherheitskritischen Infrastrukturen (z.B. Verkehrsträger, Energienetze, Telekommunikationsnetze) in den Bereichen (Wirtschafts-)Informatik, Nachrichtentechnik, Elektrotechnik und Automatisierungstechnik, o.ä.

Wir möchten mit diesem Preis herausragende Leistungen junger Wissenschaftler:innen im Rahmen ihres PhD-/Doktoratsstudiums fördern und innovative Dissertationen mit Bezug zu sicherheitskritischen Infrastukturen unterstützen. Der Preis wird jährlich mit variierenden Themenschwerpunkten vergeben und ist mit € 10.000,- dotiert. Mehr dazu auf der Webseite der ÖAW und auf unserer Karriere-Seite.

Digitalisierung“ ist auch im Umfeld sicherheitskritischer Infrastrukturen allgegenwärtig. Infrastrukturbetreiber arbeiten intensiv daran bestehende Geschäftsprozesse zu digitalisieren, um diese effizienter zu gestalten.

Themenschwerpunkt 2023: „Digitalisierung“ zur Schaffung neuer Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten in sicherheitskritischen Infrastrukturen

Wir denken langfristig und möchten daher junge Talente dazu bewegen sich mit dem Thema sicherheitskritische Infrastrukturen und der Entwicklung neuer, innovativer Geschäftsmodelle zu beschäftigen.

Wir laden daher alle Dissertant:innen herzlich ein, sich bis 30. Juni 2023 für den Critical Infrastructure Award zu bewerben – das Bewerbungsformular ist ab sofort online!

Der/die Preisträger:in wird schriftlich verständigt und erhält im Rahmen einer öffentlichen Preisverleihung am 23. November 2023 an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien, der Preis verliehen.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Wir freuen uns, diese Investition in die Zukunft zu unterstützen und sind schon gespannt auf die innovativen, interessanten Einreichungen.

team@Firmenmesse FH St. Pölten

Am 28. April 2023 fand erneut die „Firmenmesse der Bahnbranche“ an der FH St. Pölten mit einer Rekordbeteiligung von 40 Ausstellern statt. Wir als team waren natürlich auch wieder mit dabei! An unserem Info-Stand erklärten Salomé Christiani und Martin Müller interessierten Student:innen was teamConsultants in den Projekten der Branche RAIL erfolgreich tun.

Mit rd. 130 Bachelor- und Masterststudenten des Departments Bahntechnologie & Mobilität (und weiteren Interessierten aus anderen Studiengängen) boten sich interessante Gelegenheiten zum Kennenlernen und Austauschen. Wir freuen uns sehr, dass das vielseitige Betätigungs- und Aufgabenfeld der team bei den Studenten auf besonderes Interesse gestoßen ist und fleißig Kontakte geknüpft wurden. Die von team angebotenen Praktika sowie Bachelor- und Masterarbeitsthemen im Bereich Bahntechnologie fanden ebenso viel Anklang.

Auch unser Gewinnspiel erfreute sich einer regen Teilnahme – nicht nur von Student:innen ;-). Gewinnen konnten jedoch nur eben diese, und so durften sich ein Student aus Österreich und ein Student aus Deutschland über den Gewinn der smarten team Rolltop-Laptoprucksäcke freuen.

Zusammen mit den spannenden Fachvorträgen war die Firmenmesse der Bahnbranche auch in diesem Jahr ein voller Erfolg und eine effektive Plattform zum Verknüpfen von Studenten und Unternehmen.

Du möchtest deine Karriere auf Schiene bringen und mehr über ein Praktikum bei team erfahren?
➡️ Schau dir an, was unsere PraktikantInnen und MitarbeiterInnen dazu zu erzählen haben!
➡️ Gerne kannst du auch deine Initiativbewerbung an hr@te-am.net übermitteln

Wir freuen uns, dich persönlich kennenzulernen!

Hier der Nachbericht der Fachhoschule St. Pölten zum Nachlesen.

Fotorechte © Tobias_Jungmeier

Signal+Draht-Kongress 2022

Der 22. Signal+Draht-Kongress fand dieses Jahr am 17.und 18. November als „Hybridveranstaltung“ statt und hatte den Themenschwerpunkt „Neues Zusammenspiel von Fahrzeug und Strecke“ im Fokus. Fachexperten von Behörden, Lieferfirmen, technischen Beratungsfirmen und aus Eisenbahnverkehrs- sowie Eisenbahninfrastrukturunternehmen teilten ihr Wissen in zahlreichen spannenden Vorträgen.

Einige Highlights werden wir im Nachfolgenden kurz vorstellen.

Pilot Digitaler Knoten Stuttgart
Die nachträgliche digitale Ausrüstung von bestehenden Fahrzeugen ist aufgrund der Inhomogenität in der Fahrzeugflotte herausfordernd. Die Ausgestaltung einer passgenauen generischen Lösung „out of the box“ ist nicht möglich. Eine Nachrüstung in bestehende Fahrzeuge ist in etwa doppelt so aufwändig als eine Ausrüstung ab Werk.

Viel Potential bzgl. Kapazitätssteigerung etwa steckt im Feintuning der Fahrzeugparameter.

Die Klimaziele in Europa erfordern umfassende Maßnahmen im Eisenbahnsektor. Es gilt Fahrgastzahlen zu verdoppeln, die Sicherheit zu steigern und zugleich den CO2-Ausstoß zu halbieren. Mit der alleinigen Bereitstellung von finanziellen Mittel sind diese Herausforderung nicht bewältigbar. Der notwendige Ausbau von Infrastruktur und Fahrzeugen würde eine sprungartige Steigerung der Produktionskapazitäten sowie der Anzahl an Fachkräften innerhalb der Lieferindustrie voraussetzen.

Beides ist nur bedingt in gefordertem Tempo erreichbar. Laut Vertreter der Lieferindustrie würden europaweit einheitliche Lösungen mit wenig Kundenspezifika sowie eine Beschränkung auf den minimal erforderlichen Ausrüstungsumfang, helfen. Die Koordination dazu erfordere jedenfalls eine zentrale Stelle.

Praxiserfahrungen mit ATO over ETCS bei der S-Bahn Hamburghen für ETCS sind gestellt
Auf der Hamburger S-Bahn gelang es innerhalb von nur 3 Jahren Projektlaufzeit in einem Pilotprojekt die Anwendbarkeit von ATO over ETCS (GoA2) in zwei Bahnhöfen zu zeigen. Es wurden zwei Anwendungsfälle realisiert: Erstens wurde eine hochautomatisierte Zugfahrt, bei der jedenfalls noch ein Triebfahrzeugführer in überwachender Rolle an Board ist, realisiert. Zweitens wurde an der Streckengrenze ein System zur vollautomatisierten Rangierfahrt (führerlos) geschaffen.

Signal+Draht Kongress 2022

Das Regionalbahnkonzept der ÖBB
Auch die berühmte „Last Mile“ darf bei der Ausrüstung der digitalen LST nicht ausgelassen werden. In Österreich sind das 38 Regionalbahnstrecken mir einer Streckenlänge von ca. 1.300 km sowie unzähligen Eisenbahnkreuzungen. Ziel des Vorhabens ist, im ersten Schritt einen Ausrüstungsstandard zur Ausrollung auf den Regionalbahnstrecken zu entwickeln.

Bei der Auswahl der passgenauen Technologie halfen „Technologiesteckbriefe“. Bewertet wurde anhand der Kriterien Reifegrad, Lebenszykluskosten, Konformität zu Vorgaben, Vereinbarkeit mit betr. Prozessen und Integrierbarkeit. Zusammenfassend bestehen die technischen Kernelemente des Ausrüstungsstandards aus ETCS L2 only inklusive Anwendung eines innovativen Verschub-Konzepts zur weiteren Reduzierung der Außenlichtsignalisierung. Der entwickelte Standard passt in die bestehende Rahmenstrategie der ÖBB und erfüllt die geforderte betriebliche und technische Passgenauigkeit.

Die Digitale Automatische Kupplung und ihre Wechselwirkungen mit der LST
Die Smart Mobility Strategie der EU sieht eine Steigerung des Schienengütertransportes um mind. 50% vor. Dazu ist eine enorme Effizienzsteigerung in diesem Sektor notwendig, die u.a. durch die Einführung einer einheitlichen Digitalen Automatischen Kupplung (DAK) erreicht werden soll. Dabei ist nicht nur die riesige Menge an umzurüstendem Rollmaterial (rd. 460.000 Wagons und 17.000 Loks) eine Herausforderung, sondern auch die dafür notwendige IT-Umgebung.

Mit einer digitalen Kupplung könnte nämlich alles mit allem interagieren und es gibt eine enorm hohe Zahl an IT-Migrationsmöglichkeiten. Die Software muss aber fertig sein, bevor mit der Migration der Hardware gestartet werden kann. Dazu hat sich das European DAC Delivery Program (EDDP) von Europe’s Rail eine DAC Migration Roadmap mit entsprechenden Vorbedingungen überlegt, die erfüllt sein müssen, bevor der Rollout gestartet wird. Dieser soll 2026 beginnen und über 6 Jahre laufen. Ein sehr ambitioniertes Ziel, aber der Co-Programm-Manager des EDDPs gab sich zuversichtlich, dass es mit entsprechender Anstrengung erreicht werden kann.

5G und FRMCS: Öffentliches vs. Privates Netz & Geschäftsmodelle und Umsetzungskonzepte in Österreich
Gleich zwei Präsentationen drehten sich um das zukunftsträchtige Thema 5G und FRMCS. Grundsätzlich ist der Ansatz, die Vorteile von 5G in den Bahnbereich hineinzutragen, während ein besonderer Fokus hierbei auf die hohen Anforderungen an die Verfügbarkeit der Netze liegt.

Ein essenzielles Konzept, das hierfür zum Einsatz kommen soll, ist das sogenannte Network Slicing. Dadurch können Ressourcen für besondere/kritische Anwendungen exklusiv reserviert werden und die Koexistenz von Services unterschiedlicher Priorisierung rückwirkungsfrei parallel stattfinden. Durch die Möglichkeit flexibler Architekturen kann die jeweilige Lösung auch an die Spezifika der mit Mobilfunk versorgten Strecke angepasst werden – so kann schließlich eine Unterscheidung von Haupt-Trassen und Nebenstrecken erfolgen.

Eine Abstimmung aller relevanten Stakeholder – Bahnbetreiber, Mobilfunkbetreiber und Herstellern von Mobilfunk-HW – ist für die Ausnutzung der sich natürlich ergebenden Synergien unabdingbar. Bei der ÖBB laufen schon erste Trials und eine Nutzung im laufenden Betrieb ist ab 2030 vorgesehen.

Fazit der Vorträge beim Signal+Draht-Kongress 2022
Der ETCS-Roll Out in Europa schreitet voran. Erste große Herausforderungen in einzelnen Piloten sowie im Flächenrollout zeichnen sich ab. Zum Erreichen der gesetzten Ziele ist ein gewaltiger Kraftakt notwendig, welcher nur durch gute Zusammenarbeit aller beteiligten Parteien bewältigbar erscheint.

Die team ist bei allen zeitkritischen Projekten mit hohem Innovationsgehalt in diesem Themenbereich der ideale Partner. Als herstellerunabhängiges Beratungsunternehmen unterstützt die team ihre Kunden direkt an der Schnittstelle zu Anlagen- und Systemlieferanten. Die „richtige“ Lösung für den jeweiligen Anwendungsfall benötigt ein hohes Maß an Fachkompetenz und professioneller Methodik. teamExperten setzen dabei auf langjährige Erfahrungen aus verschiedensten kritischen Infrastrukturen.

Qualitaetsmanagement ISO 9001 und IQNet

Und wieder geschafft – team bleibt DIN EN ISO 9001 zertifiziert

team betreibt seit 2004 ein Qualitätsmanagementsystem, welches dazu dient, die Leistungen der Organisation zu verbessern, Veränderungen zukunftsorientiert und nachhaltig durchzuführen, um den sich stets ändernden und wechselnden Gegebenheiten des Unternehmensumfeldes (gesellschaftlich, rechtlich, technisch und wirtschaftlich) zu begegnen.

Re-Zertifizierung im Oktober 2022

Im Oktober 2022 war es wieder soweit – das Qualitätsmanagementsystem der team in Österreich und Deutschland wurde durch Quality Austria überprüft und in der aktuell gültigen Fassung re-zertifiziert.

ISO 9001:2015

Eine Zertifizierung ist der Beweis dafür, dass die Anforderungen der Norm ISO 9001 eingehalten und umgesetzt werden. Diese Einhaltung und Umsetzung wird im Rahmen eines Qualitätsaudits durch eine unabhängige Zertifizierungsgesellschaft begutachtet und bewertet. Das Zertifikat ist danach ab dem Ausstellungsdatum für drei Jahre gültig und erfordert für die Verlängerung des Zertifikats eine Re-Zertifizierung. Um den Qualitätsstandards dauerhaft gerecht zu werden, findet in den Zwischenjahren jährlich ein Überwachungsaudit statt.

Im Zuge der erfolgreichen ISO-Re-Zertifizierung erhielt die team auch das internationale Gütesiegel IQNet – Certified Management System der IQNet, dem weltweit größten Netzwerk von Zertifizierungsgesellschaften. Die anerkannten internationale Marke im Bereich Systemzertifizierung unterstreicht den die oberste Priorität der team, den Projekterfolg für ihre Kund:innen sicherzustellen.

IQNet Certified Management System

Ein Qualitätsmanagement nach ISO 9001 ist weit mehr als nur ein Zertifizierungsstempel einer Qualitätsmanagementnorm. Wenn sich ein Unternehmen für die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems entscheidet, bildet es damit die Basis des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses innerhalb der Organisation. Verantwortlichkeiten und Arbeitsabläufe werden definiert und festgelegt und die interne und externe Kommunikation zwischen Schnittstellen wird optimiert.

Mit der erneuten Re-Zertifizierung kann team weiterhin die Qualitätsansprüche Ihrer Kund:innen und Auftraggeber:innen nachhaltigen erfüllen.