Kritische Infrastrukturen (KRITIS) sind essenzielle Systeme und Einrichtungen, die für das Funktionieren unserer Gesellschaft von zentraler Bedeutung sind. Ihre Sicherheit und Stabilität sind unerlässlich, da ein Ausfall oder eine Beeinträchtigung dieser Infrastrukturen erhebliche Folgen für das öffentliche Leben, die Wirtschaft und die Sicherheit haben kann
Die KRITIS umfassen folgende Sektoren:

Defininition angelehnt an https://www.openkritis.de/it-sicherheitsgesetz/kritis-sektoren.html
Ein prägendes Beispiel ist der Cyberangriff auf das ukrainische Stromnetz im Jahr 2015, der als erster erfolgreicher Cyberangriff auf eine Stromversorgung weltweit gilt[1]. Dieser Angriff führte zu weitreichenden Stromausfällen und unterstrich die Anfälligkeit moderner Infrastrukturen gegenüber digitalen Bedrohungen. Solche Vorfälle machen die Notwendigkeit deutlich, spezifische Sicherheitsmaßnahmen für KRITIS zu entwickeln und weltweit durchzusetzen.
Ein weiteres Beispiel für die Anfälligkeit von KRITIS ist das Erdbeben und der Tsunami in Japan 2011, die zur Fukushima-Katastrophe führten[2]. Die Schäden beeinträchtigten nicht nur die physische Infrastruktur, sondern führten auch zu einer Kernschmelze im Fukushima-Kraftwerk. Dieser Vorfall zeigte, wie verwundbar kritische Infrastrukturen gegenüber extremen Naturereignissen sind und führte weltweit zur Überprüfung und Verstärkung von Resilienzmaßnahmen, um die Kontinuität solcher Systeme in Krisensituationen sicherzustellen.
Aufgrund dieser und ähnlicher Ereignisse wurden weltweit gesetzliche Maßnahmen ergriffen, um den Schutz kritischer Infrastrukturen zu verstärken. Die NIS2-Richtlinie wurde im Europäischen Raum beschlossen und stellt eine entscheidende Weiterentwicklung des rechtlichen Rahmens für den Schutz kritischer Infrastrukturen dar. Sie erweitert die Anforderung an die Cybersicherheit und die Resilienz der oben genannten Sektoren, in dem sie strengere Sicherheitsvorkehrungen, Kontrollen und Meldepflichten vorschreibt.
Wir verstehen die Herausforderungen, die mit der Umsetzung dieser neuen Anforderungen einhergehen. Durch teamWork in der Beratung und Unterstützung von KRITIS-Projekten tragen wir dazu bei, dass die essenziellen Sektoren unserer Gesellschaft zuverlässig funktionieren und gegen diverse Bedrohungen geschützt sind.
Ob in der Energieversorgung, beim Smart Meter Rollout, oder im Bereich des Transports und Verkehrs, beim ETCS-Ausbau – wir bieten umfassende Unterstützung für Betreiber kritischer Infrastrukturen.
Darüber hinaus engagieren wir uns für die Förderung innovativer Forschung im Bereich der Sicherheit kritischer Infrastrukturen. Der Critical Infrastructure Award zeichnet herausragende wissenschaftliche Arbeiten in Bereichen wie Informatik, Elektrotechnik und Nachrichtentechnik aus, die sich mit der Sicherheit und Resilienz kritischer Infrastrukturen befassen. Mit diesem Award wird die Bedeutung neuer Ideen und Technologien im Schutz dieser lebenswichtigen Systeme hervorgehoben.
[1] https://www.nzz.ch/technologie/russische-cyberoperationen-was-der-kreml-unternimmt-und-wie-es-funktioniert-ld.1703051





