pma focus day 2024

PM-Events Teil 1 – pma focus 2025: Dialog statt Konfrontation

Brücken bauen im Projekt­management

Erfolgreiches Projekt­manage­ment hat viel mit Vernetzung zu tun – in dieser Serie berichten wir über spannende Veranstaltungen im Bereich Projekt­management. Den Auftakt macht der pma focus 2025 von Projekt Management Austria, der im Oktober im Austria Center Vienna statt fand.

Am pma focus day 2025 diskutierten knapp 1.000 Projekt­manager:innen aus ganz Österreich über eine zentrale Frage: Wie schaffen wir den Schritt vom Gegeneinander zu mehr Miteinander? In einer Welt, die von Polarisierung und globalen Spannungen geprägt ist, wird Verständigung zur Schlüssel­kompetenz – auch und gerade im Projekt­management.

Projekte als Spiegel der Gesellschaft

Projekte sind mehr als nur Arbeitsaufträge. Sie sind ein Abbild unserer Gesellschaft und zeigen, wie Kooperation gelingen kann. Doch Brücken entstehen nicht von selbst. Sie brauchen ein stabiles Fundament – und dieses Fundament sind die Menschen im Projektteam.

In Projektteams bringt jedes Mitglied aufgrund seines Alters – und damit seiner Generationenzugehörigkeit – unterschiedliche Eigenschaften mit. Der Bogen spannt sich von den beruflich auslaufenden Babyboomern (Geburtsjahr ca. 1950 +/- 9 Jahre) bis zur Generation Z (ab 2000) – ein Zeitraum von rund vier Jahrzehnten. Diese Vielfalt führt zwangsläufig zu unterschiedlichen Auffassungen und kann Konfliktpotenzial bergen.

Das Lebensalter beeinflusst nicht nur den Zugang zu Projekten, sondern auch die Interaktionen im Team und die Art der gesetzten Handlungen. Besonders deutlich werden die Unterschiede zwischen Generation X (ca. 1970 +/- 9 Jahre), die häufig als „Workaholics“ gelten, und der Generation Z, die oft als „arbeitsscheu“ bezeichnet wird. Diese Gegenüberstellung verdeutlicht, wie unterschiedlich Erwartungen und Herangehensweisen in Projekten sein können.

© pma.at | pma focus 2025 Rückblick

Wertvoller Zugewinn von Wir-Intelligenz

So unterschiedlich die Ausprägungen der einzelnen Generationen sind, desto wertvoller kann diese Vielfalt für Projekte sein. Ein zentraler Ansatz dafür ist die Nutzung der Wir-Intelligenz. Ihre Grundlage ist Empathie – die Fähigkeit, andere Teammitglieder wahrzunehmen, sich auf sie einzulassen und jeder Perspektive ihre eigene Wahrheit zuzugestehen.

Auf dieser Basis gelingt es Projektteams, komplexe Aufgaben kreativ zu lösen und sich flexibel auf neue Situationen einzustellen. Wir-Intelligenz beginnt mit Ich-Bewusstsein – und wächst dort, wo wir achtsam zuhören und gemeinsam handeln. Wenn das Umfeld so gestaltet ist, dass sich alle einbringen können, entstehen nachhaltige Lösungen. In einer Speedsession von Caroline Rotter mit dem Titel „Mehr Wir, weniger Ich: Der Weg vom Schlagabtausch zum Dialog„, haben wir dieses Thema vertieft und aufgebarbeitet.

Erfolgreiches Projektmanagement bedeutet: Brücken bauen statt Mauern errichten – durch echten Dialog. Der pma Focus Day 2025 hat gezeigt, wie vielfältig Projektmanagement ist und dass reine Kommunikation im Team nicht ausreicht.

Erst wenn wir in Dialog treten, um unsere Projektmitglieder wirklich zu verstehen, können wir kreative und nachhaltige Lösungen erzielen. Ein Ansatz den wir bei der team verfolgen und leben.

Mehr Infos zur Veranstaltung, den Vorträgen und den Speed Sessions, finden sich auf der offiziellen Seite des Projekt Management Austria Events pma focus 2025.

pma focus day 2024

pma focus 2024 – das Projekt Zukunft

Der pma focus day 2024, der am 17. Oktober im Austria Center Wien unter dem Motto „Projecting Future/s – mit Projektmanagement die Welt verbessern“ stattfand, zeigte eindrucksvoll, wie Projektmanagement angesichts tiefgreifender gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen zur Gestaltung einer besseren Zukunft beitragen kann. Rund 1.000 Teilnehmer:innen, darunter eine Delegation der team, kamen zusammen, um über das Potenzial von Projektmanagement in einer von politischem, wirtschaftlichem und ökologischem Wandel geprägten Welt zu diskutieren.

Die Keynote der Zukunftsforscherin Oanna Horx-Strathern bot dabei wertvolle Einblicke in kommende Entwicklungen und Trends. Sie betonte, dass Projektmanagement trotz des technologischen Fortschritts eine menschliche Domäne bleibt.

© Martin Kummernecker mit Markus Winkler und Andreas Pölzl

Zusammengefasst nachfolgend einige wesentliche Schwerpunkte vom pma focus day 2024:

  1. Systeme als Unterstützung des Menschen: KI und PM-Software eröffnen neue Möglichkeiten in der Analyse, Prognose und grafischen Aufbereitung von Reports, die den Projektmanager signifikant entlasten. Dennoch bleibt die Entscheidungsgewalt beim Menschen. Die Systeme bieten Daten und Interpretationen, aber die Entscheidungen selbst und das Eingehen auf soziale Nuancen können sie nicht ersetzen.
  2. Berücksichtigung generationenübergreifender Anforderungen: Die Diversität der Generationen – von Generation X bis zur neuen Generation Alpha – stellt neue Anforderungen an das Projektmanagement. Die Einbeziehung der verschiedenen Stärken und Perspektiven dieser Altersgruppen bietet eine Chance, innovativer und flexibler auf Projektherausforderungen zu reagieren. Dies kann jedoch nur gelingen, wenn das Projektmanagement versteht, die Vorteile der verschiedenen Generationen und Arbeitsmodelle zum Projekterfolg zu nutzen.
  3. Die unersetzliche Rolle menschlicher Entscheidungen: Trotz des technologischen Fortschritts bleibt die finale Entscheidungsverantwortung beim Projektmanager. KIs können Entscheidungsgrundlagen bieten, doch die „Social Skills“, die für den Projekterfolg essenziell sind, bleiben vorerst menschlich. Gerade die intergenerationelle Zusammenarbeit wird in Zukunft eine besondere Herausforderung darstellen.
  4. Die Bedeutung der Vorbereitung: Gute Entscheidungen basieren auf einer gründlichen Vorbereitung. Es gilt, ausreichend Zeit in die Planungs- und Analysephasen zu investieren, um qualitativ hochwertige Entscheidungsgrundlagen zu schaffen. Dies zeigt, dass neben Technologie auch strategische Zeitplanung entscheidend für den Erfolg eines Projekts ist.
  5. Erfolg als Kombination aus Glück und fundierten Entscheidungen: Ein zentrales Fazit war, dass der Projekterfolg auch in Zukunft durch menschliche Erfahrung und Intuition geprägt sein wird. KI und Software werden das Projektmanagement unterstützen, aber die Fähigkeit zur klugen und weitsichtigen Entscheidungsfindung bleibt auch in nächster Zeit menschlich.
  6. Nachhaltigkeit: War bisher das magische Dreieck (Qualität-Zeit-Budget) ein wesentlicher Performance Indikator, so zeigt sich, dass das Thema „Nachhaltigkeit“ künftig einen wesentlichen Anteil daran einnimmt, wie Projekte zu bewerten sind. Projekterfolg bedeutet daher nicht nur möglichst rasch und kostengünstig die Projektziele zu erreichen, sondern Projekte umzusetzen, die einen nachhaltig positiven Einfluss auf unsere Gesellschaft aufweisen.

Der pma focus day 2024 zeigte, dass auch in einer digitalen Zukunft der Mensch sowie die Nachhaltigkeit des Projekts im Mittelpunkt des Projektmanagements stehen werden. Als die team legen wir besonderen Wert darauf, dass der Kunde im Mittelpunkt steht und mit uns gemeinsam nachhaltige Projekte umgesetzt werden. Darüber hinaus ist uns eine nachhaltige Beziehung zu unseren Kunden besonders wichtig.

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