Brücken bauen im Projektmanagement
Erfolgreiches Projektmanagement hat viel mit Vernetzung zu tun – in dieser Serie berichten wir über spannende Veranstaltungen im Bereich Projektmanagement. Den Auftakt macht der pma focus 2025 von Projekt Management Austria, der im Oktober im Austria Center Vienna statt fand.
Am pma focus day 2025 diskutierten knapp 1.000 Projektmanager:innen aus ganz Österreich über eine zentrale Frage: Wie schaffen wir den Schritt vom Gegeneinander zu mehr Miteinander? In einer Welt, die von Polarisierung und globalen Spannungen geprägt ist, wird Verständigung zur Schlüsselkompetenz – auch und gerade im Projektmanagement.
Projekte als Spiegel der Gesellschaft
Projekte sind mehr als nur Arbeitsaufträge. Sie sind ein Abbild unserer Gesellschaft und zeigen, wie Kooperation gelingen kann. Doch Brücken entstehen nicht von selbst. Sie brauchen ein stabiles Fundament – und dieses Fundament sind die Menschen im Projektteam.
In Projektteams bringt jedes Mitglied aufgrund seines Alters – und damit seiner Generationenzugehörigkeit – unterschiedliche Eigenschaften mit. Der Bogen spannt sich von den beruflich auslaufenden Babyboomern (Geburtsjahr ca. 1950 +/- 9 Jahre) bis zur Generation Z (ab 2000) – ein Zeitraum von rund vier Jahrzehnten. Diese Vielfalt führt zwangsläufig zu unterschiedlichen Auffassungen und kann Konfliktpotenzial bergen.
Das Lebensalter beeinflusst nicht nur den Zugang zu Projekten, sondern auch die Interaktionen im Team und die Art der gesetzten Handlungen. Besonders deutlich werden die Unterschiede zwischen Generation X (ca. 1970 +/- 9 Jahre), die häufig als „Workaholics“ gelten, und der Generation Z, die oft als „arbeitsscheu“ bezeichnet wird. Diese Gegenüberstellung verdeutlicht, wie unterschiedlich Erwartungen und Herangehensweisen in Projekten sein können.
Wertvoller Zugewinn von Wir-Intelligenz
So unterschiedlich die Ausprägungen der einzelnen Generationen sind, desto wertvoller kann diese Vielfalt für Projekte sein. Ein zentraler Ansatz dafür ist die Nutzung der Wir-Intelligenz. Ihre Grundlage ist Empathie – die Fähigkeit, andere Teammitglieder wahrzunehmen, sich auf sie einzulassen und jeder Perspektive ihre eigene Wahrheit zuzugestehen.
Auf dieser Basis gelingt es Projektteams, komplexe Aufgaben kreativ zu lösen und sich flexibel auf neue Situationen einzustellen. Wir-Intelligenz beginnt mit Ich-Bewusstsein – und wächst dort, wo wir achtsam zuhören und gemeinsam handeln. Wenn das Umfeld so gestaltet ist, dass sich alle einbringen können, entstehen nachhaltige Lösungen. In einer Speedsession von Caroline Rotter mit dem Titel „Mehr Wir, weniger Ich: Der Weg vom Schlagabtausch zum Dialog„, haben wir dieses Thema vertieft und aufgebarbeitet.
Erfolgreiches Projektmanagement bedeutet: Brücken bauen statt Mauern errichten – durch echten Dialog. Der pma Focus Day 2025 hat gezeigt, wie vielfältig Projektmanagement ist und dass reine Kommunikation im Team nicht ausreicht.
Erst wenn wir in Dialog treten, um unsere Projektmitglieder wirklich zu verstehen, können wir kreative und nachhaltige Lösungen erzielen. Ein Ansatz den wir bei der team verfolgen und leben.
Mehr Infos zur Veranstaltung, den Vorträgen und den Speed Sessions, finden sich auf der offiziellen Seite des Projekt Management Austria Events pma focus 2025.


